Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Der Fall Danzer: Aufklärung per E-Mail

Die großen britischen Holzimporteure haben in diesen Tagen Post von Greenpeace per E-Mail erhalten. Das Forest Crime File enthält einen Report über die dunklen Geschäfte des Holzkonzerns Danzer in Afrika. Ziel der Aufklärungskampagne ist, den britischen Markt für illegal geschlagenes afrikanisches Urwaldholz zu schließen.

Die Danzer-Gruppe ist für ihre Geschäfte im Kongo, in Kamerun und Liberia berüchtigt. Um an das wertvolle Urwaldholz zu kommen, scheut der deutsch-schweizerische Konzern vor kriminellen Praktiken nicht zurück: Bestechung, Korruption, Urkundenfälschung, Geschäfte mit Waffenschiebern in Bürgerkriegsländern. In der Schweiz ermittelt seit einer Anzeige von Greenpeace die Staatsanwaltschaft gegen die Danzer-Tochter Interholco.

Pat Venditti, Urwaldexperte bei Greenpeace, ruft Holzimporteure und -verarbeiter auf, kein Holz illegaler oder zwielichtiger Herkunft zu kaufen: Wer mit Holzprodukten von Danzer handelt, kann auch gleich die Kettensägen kaufen, die Afrikas letzte Urwälder zerstören. Wer sichergehen will, dass die angebotene Ware aus einer einwandfreien Quelle stammt, sollte nur Holz mit dem Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) kaufen. (sit)

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Eiche statt Asphalt

Greenpeace-Aktive demonstrieren mit einer acht Meter hohen Eiche im Endstück der A49 gegen eine klimaschädliche Verkehrsplanung.

Wald statt Asphalt

In Hessen passiert ungeheuerliches: Hektarweise gesunder Wald soll gerodet werden für noch mehr Autobahn. Das muss gestoppt werden!

"Keine Autos für Kühe!"

Greenpeace Deutschland leakt heute das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten: Für die Umwelt wäre das kein gutes Geschäft, sagt Experte Jürgen Knirsch.