Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Der Fall Danzer: Aufklärung per E-Mail

Die großen britischen Holzimporteure haben in diesen Tagen Post von Greenpeace per E-Mail erhalten. Das Forest Crime File enthält einen Report über die dunklen Geschäfte des Holzkonzerns Danzer in Afrika. Ziel der Aufklärungskampagne ist, den britischen Markt für illegal geschlagenes afrikanisches Urwaldholz zu schließen.

Die Danzer-Gruppe ist für ihre Geschäfte im Kongo, in Kamerun und Liberia berüchtigt. Um an das wertvolle Urwaldholz zu kommen, scheut der deutsch-schweizerische Konzern vor kriminellen Praktiken nicht zurück: Bestechung, Korruption, Urkundenfälschung, Geschäfte mit Waffenschiebern in Bürgerkriegsländern. In der Schweiz ermittelt seit einer Anzeige von Greenpeace die Staatsanwaltschaft gegen die Danzer-Tochter Interholco.

Pat Venditti, Urwaldexperte bei Greenpeace, ruft Holzimporteure und -verarbeiter auf, kein Holz illegaler oder zwielichtiger Herkunft zu kaufen: Wer mit Holzprodukten von Danzer handelt, kann auch gleich die Kettensägen kaufen, die Afrikas letzte Urwälder zerstören. Wer sichergehen will, dass die angebotene Ware aus einer einwandfreien Quelle stammt, sollte nur Holz mit dem Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) kaufen. (sit)

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Hilfe im Anflug

„Eine Pandemie erfordert Solidarität und Mitgefühl. Wir sitzen alle im selben Boot, unser Hilfsprojekt ist ein Zeichen der Hoffnung." Carol Marçal von Greenpeace Brasilien.

Indigene in Gefahr

Greenpeace dokumentiert die Rodung im Amazonas in Brasilien. Die Zerstörung in Indigenen-Gebieten hat um 60 Prozent zugenommen. Besonders betroffen ist das Land der Ituna-Itatá.

„Dramatische Lage in Manaus“

In Brasiliens Urwaldstadt Manaus sterben die Menschen wie die Fliegen, der Amazonas wird trotzdem gerodet. Naturschützer Thomas Gernot gibt Einblicke in ein verzweifeltes Land.