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Clayoquot-Sound erneut gefährdet

Nur Unverständnis und Entsetzen ruft der jetzt bekannt gewordene Plan der Regierung der kanadischen Provinz British Columbia hervor, die letzten einzigartigen Waldgebiete auf Vancouver Island zum Abholzen freizugeben. Bislang galt ein Einschlagmoratorium. Sechs Umweltschutzorganisationen aus der ganzen Welt - darunter Greenpeace - haben sich seit den 90er Jahren für den Erhalt dieser Baumbestände am Clayoquot-Sound eingesetzt. Vertreter der Organisationen sprechen von einem Albtraum.

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Während der Proteste in den 1990er Jahren erlebte Kanada die größte Aktion zivilen Ungehorsams seiner Geschichte. Mehr als 10.000 Menschen machten es sich auf den Zufahrtstraßen zu den Holzfällerlagern bequem. Über 800 von ihnen wurden festgenommen. Im Jahre 1999 schien ein Moratorium zwischen den Umweltschützern, den Indigenen und den Holzfirmen ein Ende der Bedrohung für den Wald zu besiegeln. Seither wurde es ruhiger um die Waldgebiete - sogar die Umwandlung in ein UNESCO-Biosphärenreservat zeichnete sich schon ab.

Die einzigartigen Täler am Clayoquot-Sound sollten für immer geschützt werden, sagt Stephanie Goodwin, Waldexpertin von Greenpeace. Die neuen Pläne untergraben den jahrelangen Protest, Verhandlungen in gegenseitigem Respekt und den Willen der internationalen Gemeinschaft. Eine langfristige Lösung für den Clayoquot-Sound ist nur vorstellbar, wenn sie den Schutz der Waldgebiete mit einschließt.

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