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Bush will US-Waldschutzgesetz kippen

Anwohner der südlichen Inselregion von Alaska und Greenpeace-Aktivisten haben am Mittwoch im Tongass-Nationalpark mit friedlichen Protesten zum Erhalt des Waldgebietes begonnen. Vor drei Wochen hatte die amerikanische Regierung angekündigt, ein Gesetz zum Schutze staatlicher Waldflächen zu schwächen.

Das Gesetz (Roadless Area Conservation Rule) schützt derzeit in den USA rund 237.000 Quadratkilometer staatliche Fläche vor kommerziellen Einschlag und Straßenbau. Das entspricht ungefähr der Fläche Deutschlands ohne Bayern und Schleswig-Holstein.

Die Anwohner ketteten sich an Straßenbaugeräten fest, während Aktivisten quer über die Zufahrtsstraßen Banner aufhingen und sich davor setzten. Die Forderungen auf den Bannern lauteten: Schützt unsere nationalen Wälder und Urwaldschutz beginnt hier". Der friedliche Protest war der erste seiner Art im Tongass National Forest".

Vor vier Jahren versprach der damalige Präsidentschaftskandidat George W. Bush den Menschen, dass die Gesetze zum Schutz der heimischen Wälder bestehen bleiben. Der Tongass ist das Kronjuwel unter den nationalen Wäldern. Er hat eine große Bedeutung und ist bedroht durch Bushs Agenda, die keinen wirtschaftlichen oder umweltverträglichen Sinn macht, sagt Jermey Paster, Sprecher bei Greenpeace USA. "Bush hat sein Versprechen gebrochen, um die Geldbeutel der Holzindustrie zu füllen. Jetzt ist es an der Zeit, aufzustehen, die Grenzen deutlich zu machen und unseren Urwald vor dem 'Bush-Kettensägen-Massaker' zu schützen." (kab)

Weitere Informationen (auf englisch) und Bilder sind auf den Seiten von Greenpeace USA (http://www.greenpeaceusa.org/features/details?item_id=553632) zu finden.

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