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Buchenwälder in Gefahr

Greenpeace hat heute Luftaufnahmen der Wälder im bayerischen Spessart veröffentlicht. Die bei einem Überflug im März erstellten Bilder zeigen, wie die Forstwirtschaft mit wertvollen alten Buchenwäldern umgeht: Statt sie zu bewahren geht es nur um den Profit aus der Holzwirtschaft. Die Bilder können Sie sich hier anschauen.

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Immer intensiver dringt die Forstwirtschaft in ökologisch wertvollste Waldflächen vor und wandelt systematisch alte Laubwälder in Industrieforste um. Ein Großteil der Gebiete zählt zum Netz der europäischen Natura 2000-Schutzgebiete und soll dem Erhalt der Buchenwälder dienen.

Die Luftbilder veranschaulichen die Ergebnisse einer sechswöchigen Kartierung, die Greenpeace-Aktivisten im Februar und März dieses Jahres im bayerischen Spessart durchführten. Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) bewirtschaften die öffentlichen Wälder Bayerns. Der ökonomische Druck auf Wald und Förster durch den Vorstand der BaySF führt dazu, dass die wenigen alten Laubwälder Bayerns verschwinden.

Die schweren Maschinen, mit denen der Wald bewirtschaftet wird, haben vielerorts bereits etwa 20 Prozent des sensiblen Waldbodens zerstört, sagt Gesche Jürgens, Waldexpertin von Greenpeace. Das nimmt der Vorstand der BaySF billigend in Kauf. Aber beim Schutz von nur zehn Prozent der öffentlichen Wälder läuft er Sturm.

Um die erläuternden Infotexte zu den einzelnen Luftaufnahmen lesen zu können, klicken Sie in der Bildershow bitte auf das entsprechende Bild.

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