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Brasilien schützt den Regenwald

Die brasilianische Regierung hat ihre Ankündigung wahr gemacht und auf dem Weltgipfel in Johannesburg einen Vertrag unterzeichnet, mit dem eine halbe Million Quadratkilometer Amazonas-Regenwald unter Schutz gestellt werden. Das ist eine Fläche, die nur etwas kleiner als Frankreich ist. Die nötigen finanziellen Mittel für das Schuztgebiet in Höhe von fast 400 Millionen Euro sollen von der Regierung in Brasilia, durch Privatspenden und von internationalen Finanzorganisationen wie der Weltbank zur Verfügung gestellt werden.

Mit dem Beschluss wird in den nächsten zehn Jahren der Anteil Brasiliens an geschützten Waldgebieten auf rund 3,6 Prozent aller Regenwälder weltweit ansteigen. Das südamerikanische Land ist von 4,1 Millionen Quadratkilometern Wald bedeckt. Gut zwei Drittel des gesammten Amazonas-Regenwaldes liegen in Brasilien.

Schon kurz vor dem Weltgipfel hatte Brasilien eine Waldfläche von rund 38.000 Quadratkilometern - das entspricht der Größe Belgiens - unter Schutz gestellt. Bereits das war das größte Regenwald-Naturschutzgebiet der Welt. Brasilia hatte angekündigt, dass noch weitere Gebiete folgen sollen. Teile des Parks sollen Umweltforschern und später auch Ökotouristen zugänglich gemacht werden.

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