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Brasilien: Gefahr für Wald und Leben!

Sie wollten die Zerstörung des brasilianischen Regenwaldes dokumentieren, nun werden sie von mehreren hundert Holzfällern bedroht. Sechs Greenpeace-Mitarbeiter und zwei Fotografen sitzen seit Dienstag Abend auf der militärisch bewachten Station der brasilianischen Umweltschutzbehörde Ibama fest. Hierher konnten sie sich vor den Holzfällern retten. Diese wollen verhindern, dass Greenpeace über die Zerstörung des brasilianischen Urwaldes berichtet.

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Der Konflikt spielt sich im Ort Castelo dos Sonhos ab, an der Bundesstraße BR-163, die quer durch den brasilianischen Urwald führt. Nachdem sie am Dienstag die Urwaldzerstörung der Holzmafia dokumentiert hatten, wollten die Greenpeace-Aktivisten mit Genehmigung der Ibama einen verbrannten Paranuss-Baum abtransportieren. Paranuss-Bäume stehen unter Artenschutz. Das Exemplar soll im Rahmen einer offiziellen Ausstellung über Klimawandel und Waldzerstörung in Rio de Janeiro, Sao Paulo und Brasilia ausgestellt werden.

Der Wald ist nicht das Einzige, was in Brasilien bedroht ist. Die, die ihn zu schützen versuchen, sind ebenfalls einem ständigen Risiko ausgesetzt. Das sagt auch Oliver Salge, Waldexperte von Greenpeace: Die Situation vor Ort zeigt deutlich, dass in Brasilien nicht nur die Urwälder akut gefährdet sind. Auch Verfassungsrechte wie die Pressefreiheit und die Freiheit, sich im Lande frei zu bewegen, sind gefährdet. Die brasilianische Regierung muss sofort wieder Rechtssicherheit garantieren. Die Aktivisten müssen die Region sicher verlassen können.

Den Regenwald am Amazonas zu erhalten, ist für eine Stabilisierung des weltweiten Klimas unabdingbar. Brandrodung und Holzeinschlag machen Brasilien zum viertgrößten CO2-Emittenten weltweit. Für landwirtschaftliche Zwecke werden in dem Land jährlich knapp eine Million Hektar Urwald zerstört. Über 60 Prozent der brasilianischen CO2-Emissionen gehen auf die Entwaldung zurück. Greenpeace fordert die brasilianische Regierung auf, den Regenwald wirksam zu schützen.

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