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Beweise für Handel mit illegalem Holz

In der südniederländischen Hafenstadt Vlissingen haben Greenpeace-Aktivisten am Donnerstagmorgen der Niederlassung des dänischen Holzgroßhändlers DLH (Dalhoff, Larsen und Hornemann) einen Besuch abgestattet. Die Aktivisten luden vor dem Eingangtor zum Gelände einen großen Stapel Hartholz ab. Zugleich begannen sie vor Ort Beweise für den Handel mit illegal geschlagenem Holz sicherzustellen. Diese Beweise wird Greenpeace noch am selben Tag dem niederländischen Justizministerium übergeben.

DLH gilt als größter Händler der Welt für tropische Harthölzer. Aus allen Tropenregionen bezieht die Firma ihre Handelsware. Die Greenpeace-Aktion erfolgte zu einem Zeitpunkt, als DLH in den dänischen Medien und auf seinen Internet-Seiten eine Publicrelations-Kampagne gegen einen von Greenpeace veröffentlichten Bericht gestartet hat. Der Anfang der Woche vorgestellte Bericht beschreibt die sozialen und Umweltkonflikte, die durch den Holzhandel im brasilianischen Amazonas-Bundesstaat Pará entstehen.

Auf seinen Internet-Seiten erklärt DLH zwar, dass man kein illegales Holz kaufen wolle. Die Firma schweigt sich aber darüber aus, ob weiterhin von einschlägig auffällig gewordenen Firmen oder aus zerstörerischer Kahlschlagpraxis stammendes Holz gehandelt werden soll. In Vlissingen fanden die Greenpeace-Aktivisten jedenfalls Hinweise auf Geschäftsverbindugen mit mindestens drei Lieferanten aus Kamerun, Italien und Frankreich, die in der Vergangenheit mit ihren Verbrechen am Urwald aufgefallen und zur Rechenschaft gezogen worden sind.

Das ist nicht das erste Mal, dass Greenpeace aufdeckt, wie DLH mit Holzfirmen Handel treibt, die illegales Baumfällen betreiben - nicht nur im Amazonas-Regenwald, sondern auch im Kamerun-Becken, sagt der Waldexperte Phil Aikman von Greenpeace International.DLH muss mehr als ein bloßes Lippenbekenntnis abgeben, damit die sozialen und Umweltkonflikte gelöst werden, die von der Holzindustrie verursacht werden.

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