Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Wer trägt die Schuld zehn Jahre nach Rio?

Während der Vorbereitungen für den Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg fragt man sich, wer eigentlich die Verantwortung für die mangelhafte Umsetzung der Abkommen von Rio 1992 trägt.
  • /

Bei allen Meinungsverschiedenheiten steht eines außer Zweifel: Die USA, Kanada und Australien haben im Zuge der Umweltverhandlungen vor und nach Rio vorsätzlich eine fatale Dynamik in Gang gesetzt, um gezielt alle Bemühungen um eine multilaterale globale Umweltpolitik zum Scheitern zu bringen.

Wie die USA, Kanada und Australien die Rio-Abkommen unterminieren:

Fall 1: USA, Kanada und Australien untergraben das Vorsorgeprinzip beim Umweltprogramm der Vereinten Nationen und in Rio

Fall 2: Die USA, Kanada und Australien opponieren gegen das Vorsorgeprinzip bei der Welthandelsorganisation (WTO)

Fall 3: Die "Miami Group" (USA, Kanada, Australien) versucht das Protokoll über die Biologische Sicherheit zu Fall zu bringen

Fall 4: USA, Kanada und Australien unterminieren die Basler Konvention über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung

Fall 5: USA, Kanada und Australien unterminieren die Verhandlungen über organische Dauergifte (POPs)

Fall 6: USA, Kanada und Australien unterminieren die Verhandlungen des Protokolls von Kyoto.

Mehr zum Thema

Welche Welt wollen wir?

Frieden und Gerechtigkeit, Umweltschutz, Demokratie und faires Wirtschaften sind miteinander verwoben. Nur zusammen ergeben sie eine bessere Welt.

Rio+20: was hat sich seit 1992 getan?

20 Jahre ist es her, dass sich in Rio Staaten aus der ganzen Welt auf Ziele für eine nachhaltigere Entwicklung und mehr Klimaschutz geeinigt haben. Im Juni treffen sich die Mächtigen...

Der Erdgipfel Rio+20 ist gescheitert

20 Jahre nach der bedeutenden Umweltkonferenz in Rio de Janeiro stehen wir noch immer vor den gleichen Problemen. Die Folgekonferenz Rio+20 hätte die Weichen für eine bessere Zukunft...