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Ungezügelter Handel führt zu leeren Meeren

Das Aus für viele Fischbestände in den Weltmeeren rückt näher. Die Welthandelsorganisation (WTO) plant, dass Zölle und andere Handelsbarrieren für Fische und Meeresprodukte abgebaut werden sollen. Welche Folgen das genau hat, kann seit Freitag in der Greenpeace-Studie Trading Away Our Oceans (Ausverkauf der Meere) nachgelesen werden. Sie ist auf dem Weltsozialforum in Nairobi vorgestellt worden.

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Die Greenpeace-Analyse zeigt, dass eine weitere Liberalisierung des Fischereisektors nicht den ökonomischen Gewinn bringt, den sich Regierungen weltweit versprechen. Im Gegenteil: Die Beispiele Mauretanien, Senegal und Argentinien belegen, dass der Abbau von Zöllen eine Katastrophe für die Fischbestände und die Meeresumwelt ist. Zugleich wird die Ernährung der Bevölkerung in Entwicklungsländern gefährdet, wo Fischfang eine zentrale Rolle für die Ernährung spielt.

Die Botschaft von Nairobi ist eindeutig: Die Pläne für eine ungezügelte Liberalisierung müssen sofort aufgegeben werden, sagt Daniel Mittler, Welthandelsexperte bei Greenpeace International. Die Greenpeace-Meeresexpertin Sari Tolvanen ergänzt: Unsere gut gefüllten Fischteller rauben den Armen und zukünftigen Generationen die Nahrung und das Einkommen. Die Regierungen müssen endlich ihre Komplizenschaft in diesem verdeckten Verbrechen beenden.

Greenpeace fordert, die Konsequenzen nicht länger zu ignorieren, sondern rasch wirksame globale Fischereimanagementsysteme zu errichten. Sollte dagegen der Freihandelsweg weiterhin blind verfolgt werden, wird bald kein Fisch mehr in den Meeren verfügbar sein.

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