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Wie die WTO die Urwaldzerstörung fördert

Studie: Wie die alten Wälder der Welt wegverhandelt werden

Um die letzten Urwälder der Erde zu schützen, sind Maßnahmen wie Einfuhrverbote für Holz aus Urwaldzerstörung oder die Kennzeichnung von Öko-Holz mit dem FSC-Siegel dringend erforderlich. Doch die Welthandelsorganisation (WTO) blockiert solche Maßnahmen. Das zeigt die Studie Trading away the ancient forests (Die Urwälder weg ver-handeln), die Greenpeace am 9. Dezember 2005 in Hongkong veröffentlicht hat.
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Holz und Holzprodukte werden als Industriegüter gehandelt. Ob ein Schrank aus Öko-Holz gefertigt wurde oder aus Holz, für das Urwald zerstört wurde, ist der Welthandelsorganisation egal. Nicht egal ist ihr, ob jemand das Öko-Holz bevorzugt. Wer das tut, verzerrt laut WTO den freien Wettbewerb.

Ein Staat, der aus ökologischen Gründen die Einfuhr von Urwaldholz verbieten oder bei öffentlichen Bauten nur Holz mit dem Öko-Siegel FSC verwenden möchte, riskiert einen Streit mit der WTO. Schon die Drohung mit einem WTO-Streitfall schreckt viele Regierungen vor wirksamen Urwaldschutzmaßnahmen ab, da Strafzölle in Millionenhöhe drohen können.

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