Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Neuer Direktor für UN-Umweltbehörde benannt

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) wird Mitte Juni einen neuen Direktor bekommen. Am Donnerstag gab UN-Generalsekretär Kofi Annan den Nachfolger des nach zwei Amtsperioden scheidenden UNEP-Direktors Klaus Töpfer bekannt: Achim Steiner. Der 44-Jährige ist seit 2001 Generaldirektor der Weltnaturschutzunion (IUCN) im schweizerischen Gland. Die Ernennung kommentiert Stefan Krug, Leiter der Politischen Vertretung von Greenpeace in Berlin.

  • /

Mit dem deutschen Achim Steiner erhält die oberste Umweltbehörde der Vereinten Nationen einen kompetenten Leiter, der sich bereits stark für die Lösung von Umweltproblemen und die damit verbundenen sozialen Herausforderungen engagiert hat, sagt Krug. Steiner übernimmt die Leitung in einer für die UNEP schwierigen Zeit: Klimaschutz sowie Urwald- und Meeresschutz werden zunehmend Opfer der wirtschaftlichen Globalisierung. Zudem schwächt der Unilateralismus der USA die UN-Strukturen und damit die UNEP, so dass internationale Lösungen immer schwieriger zu erreichen sind. Verstärkt wird dies noch durch die abnehmende Finanzierung des globalen Umweltschutzes.

Greenpeace erwartet von Achim Steiner, dass er diese Herausforderungen aufgreift, die UNEP stärkt, und somit ein konsequentes Handeln der Regierungen für Umwelt und Entwicklungshilfe fördert, erklärt Krug. Dazu wünscht Greenpeace ihm einen guten Start und eine starke Amtsperiode.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Forderungen zur Endverbleibskontrolle

Deutschland gehört weltweit zu den führenden Waffenexporteuren; immer wieder kommt es zu Skandalen. Die Lehren aus den Eklats um Sig Sauer und Heckler & Koch zeigt dieses Papier.

Mehr zum Thema

Kohleausstieg ist beschlossen

Die Kohlekommission hat sich geeinigt: Bis 2022 gehen viele Kraftwerke vom Netz, Hambi bleibt. 2038 ist spätestens Schluss mit Kohle. Dazu Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser.

Richtig gehandelt?

Das Europäische Parlament hat JEFTA, dem Handelsabkommen zwischen der EU und Japan, zugestimmt – das Nachsehen haben die Bürger in allen betroffenen Ländern.

Ausgehandelt?

Es ist ruhig geworden um TTIP und CETA. Interessieren Handelsabkommen in Zeiten von Schutzzöllen nicht mehr? Doch! Greenpeace-Sprecher Christoph von Lieven sagt, wie es weitergeht.