Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Mit Science-Fiction gegen Müllberge

Die argentinische Hauptstadt versinkt im Müll. Die Basurators sind aus dem Jahre 2050 in die Gegenwart zurückgekehrt, um vor der bevorstehenden Müllkatastrophe zu warnen. Greenpeace fordert Coca Cola zu einem Wechsel von Wegwerf- zu Mehrwegflaschen auf.

Greenpeacerinnen und Greenpeacer haben sich am Dienstag etwas einfallen lassen, um gegen die anwachsenden Müllberge in und um Buenos Aires zu protestieren: Sie haben sich zur

16-köpfigen Science-Fiction-Truppe Basurators zusammengetan. Angeführt von Gea, Hydra und Igneo (den Elementen Erde, Wasser, Feuer) gaben sie Hunderte von Wegwerfflaschen an den US-Multi Coca Cola zurück.

Die Flaschen enthielten mehr als zehntausend Botschaften von Bürgerinnen und Bürgern. Sie hatten sich der Greenpeace-Kampagne gegen das Müllproblem angeschlossen. Coca Cola trägt mit seinen Einwegflaschen erheblich zu den Müllbergen teil. Nicht nur Coca Cola, auch andere Firmen müssen ihr System hin zur Verwendung von Mehrwegflaschen ändern, um einen Wandel in der Wegwerf-Generation zu bewirken.

Greenpeace fordert zudem die Behörden auf, aktiv zu werden. Notwendig ist ein Gesetz, das die massenhafte Müllproduktion in Buenos Aires schrittweise stoppt. Derzeit existieren zwei Entwürfe zu einem Zero-Waste-Law, aber keiner der beiden wurde bisher diskutiert.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Teuer erkaufte Tiefpreise

Mit einer Projektion an einem Amazon-Logistikzentrum protestieren Greenpeace-Aktivistinnen gegen unsinnige Rabattschlachten zum “Black Friday” und fordern ein Lieferkettengesetz.

Systemwandel selbermachen

Vom 21. bis zum 29. November findet erneut die MAKE SMTHNG-Woche statt: im Netz! Maker*innen weltweit zeigen, dass ein anderes Wirtschaften möglich ist – und Spaß macht.

Stiller Skandal

Erneut ist eine Entscheidung über das Lieferkettengesetz vertagt worden. In Berlin protestierten Greenpeace-Aktive deswegen für Umweltschutz und Menschenrechte.