Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

McPlanet-Kongress: Wir haben nur diesen Planeten!

Informieren, Einmischen, Vernetzen - das ist McPlanet. Zum fünften Mal findet der Kongress im April in Berlin statt. Dabei geht es um nichts weniger als die großen Themen wie deregulierte Finanzmärkte, Grünes Wirtschaften oder die Frage, wie die Weltbevölkerung ernährt und der globale Energiehunger gestillt werden soll. Aber es geht auch darum, was jeder einzelne tun kann: durch seinen Lebensstil.

  • /

McPlanet ist Deutschlands größter internationaler Bewegungskongress an der Schnittstelle von Globalisierungskritik, globaler Gerechtigkeit und Umweltbewegung. Zahlreiche international besetzte Podien, Foren und Workshops laden die Teilnehmer zum Zuhören und Diskutieren ein. Der diesjährige Kontext des von Greenpeace mitorganisierten Kongresses ist Rio+20, der UN-Erdgipfel im Juni 2012.

Denn 20 Jahre nach dem damals zukunftsweisenden Erdgipfel in Rio 1992, auf dem die Vereinten Nationen das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung konkretisierten, ist die internationale Staatengemeinschaft nicht wirklich weitergekommen. Nahrungsmittel werden zu Treibstoff verarbeitet, Finanzkrisen treiben ihr Unwesen, eine Milliarde Menschen hungern, und Ressourcenplünderung und Klimawandel schreiten weiter voran. Im Juni soll es nun auf höchster politischer Ebene eine Neuauflage der Rio-Konferenz geben mit den Zielen, grüner zu wirtschaften und die UN-Strukturen im Umweltbereich neu aufzustellen.

McPlanet will im Vorfeld von Rio+20 Bilanz ziehen und ein Umdenken fordern. Too big to fail (zu wichtig, um unterzugehen), lautet das Motto, denn wir haben nur diesen einen Planeten. Auf dem Prüfstand stehen aber nicht nur die da oben. Auch die Umweltbewegung soll sich unbequemen Fragen stellen: Kann die ökologische Landwirtschaft neun Milliarden Menschen ernähren? Ist eine Vollversorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien dezentral und konfliktfrei möglich? Was bringt ökologisch-fairer Konsum?, heißt es auf www.mcplanet.com.

Fragen, auf die sich Kirsten Brodde, unsere Expertin für ökologisch und fair produzierte Kleidung, und Thomas Breuer, Leiter des Bereichs Klima und Energie, freuen. Nicht nur sie, auch andere Greenpeace-Mitarbeiter sind bei McPlanet dabei. So spricht zum Beispiel Kumi Naidoo, Geschäftsführer von Greenpeace International, auf der Abschlussveranstaltung.

In den nächsten Wochen erzählen unsere Kollegen auf greenpeace.de unter anderem, warum sie zum Kongress fahren, wie sie Aktivisten geworden sind und welchen Tipp sie für Verbraucher haben. Auch Sie wollen Teil von McPlanet sein? Hier können Sie sich das Programm vom 20. bis zum 22. April anschauen und anmelden. Bis zum 11. März gibt es Frühbucherpreise!

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Ausgehandelt?

Es ist ruhig geworden um TTIP und CETA. Interessieren Handelsabkommen in Zeiten von Schutzzöllen nicht mehr? Doch! Greenpeace-Sprecher Christoph von Lieven sagt, wie es weitergeht.

Unternehmen Verantwortung

Großkonzerne können ungestraft Steuern hinterziehen, die Umwelt vergiften und Menschenrechte verletzen, so ein Greenpeace-Report. Er zeigt auch, wie das geändert werden kann.

Kuhhandel

Auto gegen Rind – so der Deal eines Handelsabkommens zwischen EU und Lateinamerika. Schlecht für Verbraucher und Umwelt, das zeigen von Greenpeace Niederlande geleakte Dokumente.