Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Mac expo: Wer Green my Apple fordert, fliegt raus!

Die Veranstalter der größten Messe für die Mac-Community in Großbritannien haben einen Greenpeace-Stand aus der Veranstaltung geworfen. Von Donnerstag bis Samstag findet in London die Mac expo statt. Greenpeace-Aktivisten wollten die Gelegenheit nutzen, um die Apple-User unter dem Motto: Green my Apple auf die Giftstoffe in den Rechnern der Apfel-Marke aufmerksam zu machen. Doch aufgrund anonymer Beschwerden musste der offiziell für alle drei Tage angemeldete Greenpeace-Stand dicht machen.

  • /

Diese Reaktion ist völlig überzogen, sagt Iza Kruszewska von Greenpeace International auf der Messe. Apple weigert sich, unsere Kritik anzunehmen. Sowohl was das Recycling angeht als auch den Einsatz von gefährlichen Chemikalien. Anstatt den Kopf einfach in den Sand zu stecken, sollte Apple sich an die Spitze setzen und der Weltführer für grüne Elektronik werden. Im Moment humpeln sie lediglich hinterher.

Die Greenpeacer boten den Messebesuchern die Gelegenheit, ihren Lieblingscomputerhersteller aufzufordern, weniger Gift bei der Produktion und in den Geräten zu verwenden. Sie verteilten Flyer an die Besucher, auf denen die Kampagne erklärt wird sowie knackige Bio-Äpfel. Im September hatte eine Vergleichsstudie gezeigt, dass die durch hervorragendes Design auffallenden Apple-Geräte sich leider auch durch die höchsten Giftstoffmengen hervortaten. Die Aktivisten werden versuchen, den Stand am Freitag wieder zu öffnen.

Falls Sie gerade nicht auf dem Weg nach London sind, können Sie Apple auch auf unserer Green my Apple-Seite auffordern, auf Giftstoffe zu verzichten: www.greenmyapple.org. (auf Englisch)

Mehr zum Thema

Ein LieferkettengesetzCHEN

Der ausgehandelte Entwurf ist eine Minimallösung. Der Schutz von Menschenrechten und Umwelt kann damit nicht wirksam durchgesetzt werden. 

Die EZB und der Fall Lufthansa

Trotz zweifelhafter Bonität platziert die Lufthansa ein rekordverdächtiges Volumen an Anleihen. Möglich macht das eine klimaschädliche Geldpolitik der Europäischen Zentralbank.

Plädoyer für grüne Geldpolitik

Ein neues Greenpeace-Positionspapier zeigt, warum die europäischen Notenbanken letztlich nicht darum herumkommen werden, die Klimakrise in ihrer Geldpolitik zu berücksichtigen.