Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Friedensmarsch in Porto Alegre

Mit einem Friedensmarsch ist am 23. Januar das dritte Weltsozialforum in Porto Alegre, Brasilien, eröffnet worden. An dem Protestmarsch gegen den drohenden Irak-Krieg hat sich neben etlichen anderen Nichtregierungsorganisationen auch Greenpeace beteiligt.

Die Aktivisten trugen ein Banner mit der Aufschrift Oil Fuels War / Save the Planet (Öl treibt den Krieg an / Rettet den Planeten). Insgesamt sollen 30.000 bis 40.000 Menschen mehr als fünf Stunden lang auf den Straßen Porto Alegres demonstriert haben. Zahlreiche Anwohner unterstützten den Protestzug von Fenstern und Balkonen aus.

Die Greenpeace-Regenbogenkämpfer setzen sich seit 30 Jahren gegen nukleare und andere Massenvernichtungswaffen ein. Als Organisation, die sich den Prinzipien von Frieden und Gewaltfreiheit verpflichtet hat, ist Greenpeace der Überzeugung, dass diese Waffen vernichtet werden müssen - im Irak, in den USA, in allen Ländern, die über solche verfügen. Greenpeace-Sprecher Lasse Gustavsson wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Vereinigten Staaten das weltweit größte Arsenal an Massenvernichtungswaffen aller Art bereithielten.

Das Weltsozialforum ist 2001 als Gegenveranstaltung zum jährlichen Weltwirtschaftsforum in Davos gegründet worden. Neben Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen sind auch Gewerkschaften, Kirchen und Bürgerinitiativen vertreten. Ziel der Veranstaltung ist es, den Weg zu nachhaltiger Entwicklung und gerechterer Verteilung von Ressourcen zu ebnen. Gegen den Ausverkauf der Welt an die Konzerne, für eine gerechte und friedliche Welt, so lauten die Parolen der Globalisierungskritiker.

Greenpeace konzentriert sich in Porto Alegre auf drei Themen: den Ausstieg aus der Kernenergie und die Förderung erneuerbarer Energien, den Kampf gegen den Einsatz genetisch veränderter Organismen und das nächste Treffen der World Trade Organization (WTO) in Mexiko im September 2003.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Teuer erkaufte Tiefpreise

Mit einer Projektion an einem Amazon-Logistikzentrum protestieren Greenpeace-Aktivistinnen gegen unsinnige Rabattschlachten zum “Black Friday” und fordern ein Lieferkettengesetz.

Systemwandel selbermachen

Vom 21. bis zum 29. November findet erneut die MAKE SMTHNG-Woche statt: im Netz! Maker*innen weltweit zeigen, dass ein anderes Wirtschaften möglich ist – und Spaß macht.

Stiller Skandal

Erneut ist eine Entscheidung über das Lieferkettengesetz vertagt worden. In Berlin protestierten Greenpeace-Aktive deswegen für Umweltschutz und Menschenrechte.