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Erneuerbare Energie ohne USA

Als Reaktion auf die US-Blockade beim Weltgipfel in Johannesburg hat die EU eine internationale Initiative zum verbindlichen Ausbau erneuerbarer Energien gestartet. Neben den europäischen Mitgliedstaaten sagten nach Angaben des Bundesentwicklungsministeriums noch während der Konferenz bereits mehr als 20 Nicht-EU-Länder ihre Teilnahme zu. Der Vorstoß wurde auf Initiative der Bundesregierung hin unternommen.

Die USA und die Ölstaaten haben gegen jede Vernunft zukunftsweisende Beschlüsse verhindert, sagt Greenpeace Sprecher Andreas Bernstorff zum Ende des Gipfels. Für Fortschritte im globalen Umweltschutz gibt es jetzt nur noch einen Weg - man muss es ohne die USA machen. Die neue Initiative der EU geht in die richtige Richtung. Greenpeace begrüßt auch die Entscheidung des Gipfels für verbindliche Regeln, mit denen Unternehmen für Umweltvergehen und Folgen von Unfällen verantwortlich und haftbar gemacht werden können.

Kurz vor dem Abschluss der zehn Tage dauernden Konferenz kam es bei der Rede des US-Außenministers Colin Powell zu einem Eklat. Mehrfach wurde der Minister von Delegierten ausgepfiffen und niedergeschrien. Saalordner führten Demonstranten ab, die zuvor ein Plakat mit der Aufschrift Von den Regierungen betrogen entrollt hatten. Ihr Protest richtete sich gegen die ihrer Meinung nach unzureichenden Gipfel-Ergebnisse, für die sie vor allem die starre Haltung der USA verantwortlich machten.

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