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Elektronikhersteller: Zu wenig Sinn für Klimaschutz

Der neue Guide to Greener Electronics von Greenpeace ist da. Und er zeigt, dass die meisten Hersteller das Wort grün nicht wirklich ernst nehmen. Ob Dell, Microsoft, Lenovo, LG, Samsung oder Apple - sie alle haben bislang versäumt, ihre Stromfresser klimafreundlich umzugestalten.

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Der jetzige Elektronik-Guide ist der zehnte seit August 2006. Er testet die Hersteller von Handys, Computern, TV-Geräten und Spielekonsolen auf ihr Umweltverständnis. Wie halten sie es mit dem Einsatz giftiger Chemikalien? Wie sieht es mit dem Recycling aus? Im Juni 2008 hat Greenpeace dem Fragenkatalog noch fünf Klima- und Energiekriterien hinzugefügt.

Von den 18 führenden Unternehmen, die der Guide listet, haben nur Sharp, Fujitsu Siemens und Philips zugesagt, das Klimaschutzziel der Industrienationen voll und ganz zu unterstützen. Dieses Ziel lautet, die CO2-Emissionen bis 2020 um 30 Prozent zu senken. HP und Philips wollen auch ihren eigenen CO2-Ausstoß entscheidend reduzieren. Alle anderen weichen dem Problem aus.

Alles in allem bleibt Nokia auch im zehnten Guide der Spitzenreiter. Toshiba, Sharp und Motorola machen einen großen Sprung nach oben. Die großen PC-Hersteller wie Dell, HP, Apple und Acer sacken ab.

Wirklich grün ist keiner. Mel Francis von Greenpeace International spricht von einer verpassten Chance: Es ist enttäuschend, wie langsam so innovative, ständig sich vorwärts bewegende Unternehmen plötzlich werden, wenn es darum geht, notwendige Klimaschutzmaßnahmen in eine goldene Geschäftsidee umzumünzen.

Auf den Internetseiten von Greenpeace International finden Sie ausführlichere Informationen - sowohl über die angewandten Kriterien als auch über die einzelnen Unternehmen.

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