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Das neue iPhone von gestern

Das iPhone 3G ist da: noch schneller soll es sein und noch mehr Funktionen enthalten. Es trägt den Namen 3G. Dass G nicht für grün steht, wird bei einem Blick auf die Apple-Webseite klar.

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Apple hat die Chance verpasst, Schadstoffe wie PVC aus seinem neuen Produkt zu verbannen, kritisiert Ulrike Kallee, Chemieexpertin von Greenpeace. Wirklich innovativ ist, wer die Dinosaurier unter den Chemikalien endlich ausschließt.

Während neue Modelle des MacBook Air und des iMac im Vergleich zu ihren Vorgängern weniger giftige Chemikalien enthalten, ist davon beim neuen iPhone 3G nicht die Rede. Die von Greenpeace im ersten iPhone nachgewiesenen Giftstoffe PVC, bromierte Flammschutzmittel und Antimon scheinen somit an die nächste Generation weitergegeben worden zu sein.

Dabei hatte Apple nach der Greenpeace-Kampagne Green my Apple Zugeständnisse gemacht: Bis Ende 2008 sollen keine bromierten Flammschutzmittel und kein PVC mehr eingesetzt werden. Die Zeit wird knapp - zumal die Konkurrenz schon viel weiter ist. Nokia und Sony Ericcson haben diese gefährlichen Substanzen bereits aus der Produktion verbannt.

Auch in unserer im Juni veröffentlichten Rangliste für Grüne Elektronik schneidet Apple schlecht ab. Abgeschlagen auf Platz 11 erhielt Apple gerade einmal 4,1 von möglichen 10 Punkten, die ein grünes Produkt erhalten würde. Bewertet wurden Inhaltsstoffe und Energieverbrauch der Geräte sowie die Recyclingpolitik von 18 Elektrofirmen.

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