Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Das neue iPhone - doch ein wenig grün

Es ist doch besser als gedacht: Noch letzte Woche hat man vergeblich nach Umwelt-Informationen auf www.apple.com gesucht. Nun sind sie da und zeigen, dass Apple sich bessert. Im Gegensatz zu den Apple-Produkten McBook Air und iMac hatte der Konzern vor Erscheinen des neuen iPhone 3G nicht angekündigt, gefährliche Schadstoffe zu verringern.

  • /

Die neuen Infos zeigen, dass Apple Fortschritte macht. So sind Kopfhörer, Gehäuse und USB-Kabel PVC-frei - im ersten von uns ins Labor geschickten iPhone waren noch große Mengen PVC im Kopfhörer gefunden worden. Und für bestimmte Platinen werden bromierte Flammschutzmittel (BFR) ausgeschlossen.

Apple liegt damit aber immer noch hinter den Konkurrenzprodukten von Sony Ericsson und Nokia, die PVC komplett ausschließen - auch für die Ladegeräte. Die Handys sind auch nahezu frei von BFR - wie viel von dieser Chemikalie noch im iPhone steckt, ist hingegen unklar.

Positiv zu bewerten ist, dass die Verpackung umweltfreundlicher ist und das Ladegerät hohe Energieeffizienz-Standards hat. Apple sollte diesen Weg weiter gehen und PVC und BFR nicht nur für bestimmte Teile, sondern für die gesamte Produktpalette ausschließen. Ganz zu schweigen von der Vermeidung anderer gefährlicher Substanzen wie Antimon, Beryllium und Phthalate.

Chemikalien dünsten aus und gefährden zudem durch Abrieb unsere Gesundheit. Auch beim Recycling werden sie zum Problem. Für Ende 2008 und 2009 haben einige Elektrofirmen angekündigt, giftige Chemikalien aus der Produktion zu verbannen. Die Frage ist, wer wird das erste wirklich grüne Gerät auf den Markt bringen.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Forderungen zur Endverbleibskontrolle

Deutschland gehört weltweit zu den führenden Waffenexporteuren; immer wieder kommt es zu Skandalen. Die Lehren aus den Eklats um Sig Sauer und Heckler & Koch zeigt dieses Papier.

Mehr zum Thema

Kein Geschäft mit Verbrechern

Der Regenwald steht in Flammen. Trotzdem will Deutschland seine Geschäfte mit Brasilien ausbauen. Zum Treffen mit Umweltminister Salles fordert Greenpeace: Mercosur aussetzen!

Kohleausstieg ist beschlossen

Die Kohlekommission hat sich geeinigt: Bis 2022 gehen viele Kraftwerke vom Netz, Hambi bleibt. 2038 ist spätestens Schluss mit Kohle. Dazu Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser.

Richtig gehandelt?

Das Europäische Parlament hat JEFTA, dem Handelsabkommen zwischen der EU und Japan, zugestimmt – das Nachsehen haben die Bürger in allen betroffenen Ländern.