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CorA-Netzwerk: Unternehmen müssen mehr Verantwortung tragen

Zu einem Netzwerk haben sich am Montag Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, kirchliche und entwicklungspolitische Organisationen sowie Verbraucher- und Umweltverbände aus Deutschland zusammengeschlossen. Das CorA-Netzwerk (CorA: Corporate Accountability) setzt sich für das Einhalten von Menschenrechten, sozialen und ökologischen Standards ein.

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International agierende Unternehmen sind für zahlreiche ökologische Schäden verantwortlich. Nur wenn die Unternehmen dafür zur Rechenschaft gezogen werden und für die Schäden haften müssen, werden sie sich künftig auch an Standards halten, sagte Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von Greenpeace.

Bei ihren Forderungen zielen die Gründerorganisationen vor allem auf die Verantwortung von Unternehmen. Ihr Appell an die Politik lautet deshalb: Unternehmen müssen Rechenschaft ablegen über die Auswirkungen ihres Handelns auf die Umwelt, Soziales und Menschenrechte, sie dürfen nur öffentliche Aufträge erhalten, wenn sie die gesellschaftlichen Anforderungen erfüllen.

Zu den Erstunterzeichnern der Gründungserklärung des Netzwerkes zählen unter anderem Attac, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Evangelische Entwicklungsdienst (EED), Oxfam Deutschland, terre des hommes Deutschland, die Verbraucher Initiative, die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

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