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Chile gibt grünes Licht für Goldmine in den Anden

Die chilenische Umweltbehörde hat am Mittwoch die endgültige Erlaubnis für die umstrittene Pascua-Lama-Goldmine an der Grenze zu Argentinien erteilt. Der kanadische Minengigant Barrick Gold will in den Hochanden ab 2009 jährlich rund 20 Tonnen Gold, 940 Tonnen Silber und 5.000 Tonnen Kupfer abbauen. Das Problem: Die Vorkommen liegen unter drei Gletschern, die zum Teil dafür verlegt werden sollen.

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Das Wasser der Gletscher Toro 1, Toro 2 und Esperanza versorgt das nahegelegenen Huasco-Tal oberhalb der Atacama-Wüste, der trockensten der Welt. Im Tal bestreiten 70.000 Menschen mit dem Anbau von Trauben, Oliven und anderen Früchten ihren Lebensunterhalt. Die Gletscher gehen ohnehin bereits aufgrund der globalen Erwärmung zurück. Der Plan von Barrick Gold sieht vor, rund drei Prozent der Gletscherfläche abzusprengen und das Eis oben auf dem verbleibenden Rest abzuladen, wo es wieder festfrieren soll. Das Unternehmen hofft auf diese Weise, die Gesamtmenge des Eises stabil zu halten. Ausprobiert hat das allerdings noch niemand.

Um das Gold aus dem Gestein zu lösen sind jedoch auch große Wassermengen nötig, die den hier entspringenden Flüssen entnommen werden müssten. Von fast einem Drittel des Wassers, das die Flüsse hier oben führen, ist die Rede. Hinzu kommt, dass das Wasser im Laufe der Prozesse mit Zyaniden - hochgiftigen Salzen der Blausäure - verseucht wird. Bei Goldminen weltweit sind in den vergangenen Jahren immer wieder Rückhaltebecken für dieses verseuchte Wasser geborsten und haben ihre giftige Fracht in die umliegenden Flüsse ergossen.

Die Hoffnungen der lokalen Umweltschützer richten sich jetzt auf die argentinischen Behörden. Denn auch auf argentinischer Seite will Barrick tätig werden. Sollten diese die Genehmigung verweigern, könnte die Mine nicht errichtet werden. Allerdings ist die Chance eher gering: Barrick betreibt auf argentinischer Seite bereits die Goldmine Veladero. Außerdem hat das Unternehmen bei der Aushandlung des bilateralen Minenabkommens zwischen Chile und Argentinien viel Lobbyarbeit betrieben - und entsprechend gute Kontakte in die Politik beider Länder. Die Politiker wird ein potenzielles Investment von 1,5 Milliarden Dollar und Arbeitsplätze für angeblich 1.500 Menschen sicher von der 'Wichtigkeit' des Projekts überzeugen.

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