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Umweltschutz im Krieg

Die Umwelt muss in Kriegen geschützt werden. Sie verdient ähnlich festgeschriebene Schutzmaßnahmen, wie etwa die Zivilbevölkerung. Diese Forderung stellte Kofi Annan anlässlich des ersten Internationalen Tages für die Verhütung des Missbrauchs der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten. Staaten dürfen nicht das Kriegsziel haben, die Umwelt zu zerstören, betonte der UN-Generalsekretär. Der neue Welttag wird von nun an jährlich am 6. November begangen.

Kriegsschäden werden in Toten, Verwundeten oder zerstörten Gebäuden beziffert. Über die entstandenen Umweltschäden wird meist viel weniger berichtet. Annan erinnerte an die massiven Langzeitfolgen. Diese würden die Menschen ebenso betreffen wie die Gewalt des Krieges. Schäden durch Öl, Chemikalien, Landminen oder Blindgänger seien oft für lange Zeit nicht zu beseitigen. Sind Wasser, Luft und Böden verseucht, ist die Lebensgrundlage bedroht und läßt ganze Bevölkerungen flüchten.

Internationale Konventionen verbieten das Nutzen atomarer, chemischer und biologischer Waffen. Aber auch neue Technologien, wie etwa mit abgereichertem Uran ummantelte Munition, bedrohen die Umwelt. Bereits kleinste Mengen des radioaktiven Urans können Krebs erzeugen oder Nieren und andere Organe schädigen. Deshalb verlangt Annan nach verbindlichen Regeln für kriegerische Konflikte. Sie sollen den gleichen völkerrechtlichen Status bekommen, wie Schutzmaßnahmen für Kriegsgefangene.

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