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Prozess in Spanien: Greenpeace zufrieden

Das Urteil im Prozess gegen fünf Greenpeace-Aktivisten ist am Dienstag Mittag in Spanien gefallen. Im März 2003 hatten sie mit der Rainbow Warrior friedlich gegen den Irakkrieg protestiert. Insgesamt zwölf Jahre Haft hatte die Staatsanwaltschaft ursprünglich gefordert, vergleichbar mit dem Strafmaß für versuchten Mord. Fazit heute: Hinter Gitter muss nun keiner der fünf.

Der Kapitän der Rainbow Warrior, Daniel Rizzotti aus Argentinien, wurde zwar formal zu einer Haftstrafe von sechs Monaten wegen Ungehorsam verurteilt. Doch eine Besonderheit in der spanischen Rechtsprechung: Wer zu einer Strafe unter zwei Jahren verurteilt wird und nicht vorbestraft ist, muss nicht ins Gefängnis.

Phillip Lloyd aus Neuseeland wurde formal zu zehn Tagen Haft wegen Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung verurteilt. Doch auch er muss nicht wirklich ins Gefängnis, sondern zahlt eine Geldstrafe von 600 Euro. María Teresa Ambrós und Carlos Bravo aus Spanien sowie Lawrence Martin aus den USA wurden freigesprochen.

Dieses Urteil schließt eine dunkle Periode von Versuchen ab, Greenpeace zum Schweigen zu bringen, sagte Juan Antonio López de Uralde, Geschäftsführer von Greenpeace Spanien. Wir fühlen uns durch dieses Urteil, das die wertvolle Arbeit unserer Organisation anerkennt, in gewisser Weise bestärkt. Wir werden uns weiterhin für den Schutz der Umwelt und für den Frieden einsetzen.

Hintergrund des Protestes vor dem Militärstützpunkt der USA im März 2003: Von dort aus sandten die Amerikaner Kriegslieferungen in den Irak. Die Polizei ging damals äußerst brutal gegen die Greenpeacer vor. Mehrere Aktivisten wurden verletzt.

Während des Prozesses hatten viele Menschen in zahlreichen Städten in ganz Spanien ihre Solidarität mit den Angeklagten zum Ausdruck gebracht. Sie hatten Schilder, auf denen stand: Auch ich sage NEIN zum Krieg.

Die Aktionen von Greenpeace wären ohne die Unterstützung von außen nicht möglich. Unser besonderer Dank gilt deshalb den Tausenden von Sympathisanten und Dutzenden von Organisationen, die uns in diesem Fall unterstützt haben, so López de Uralde.

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