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Los Alamos: radioaktive Bäume vermutet

Für Waldarbeiter im US-Bundesstaat New Mexiko sind bestimmte Bäume tabu - sie können radioaktiv verseucht sein. Die betroffenen Bäume wachsen in der Nähe des Los Alamos National Laboratory, dem größten Atomwaffentestlabor der USA. Die vermutlich kontaminierten Bestände stammen aus eimem wenig bewaldeten Areal, teilte ein Sprecher des Labors mit. Auf dem Gelände waren ab 1945 Atombombentests durchgeführt wurden.

Vor zwei Jahren verwüstete ein großes Feuer die Region von Los Alamos und bedrohte auch das Labor. Seitdem lässt die Forstbehörde Teile des Kiefernwaldes fällen, um das Risiko eines neuen Brandes zu mindern. Nach Angaben des Labor-Sprechers ist das ehemalige Atomtestgebiet für die Öffentlichkeit und die Forstwirtschaft gesperrt. Um eine radioaktive Verstrahlung auszuschließen, warnte er die Waldarbeiter, einen zusätzlichen Sicherheitsabstand von 0,12 Quadratkilometern einzuhalten.

Bäume, die an Stellen gefällt wurden, an denen keine atomaren Tests stattgefunden haben, sollen jedoch weiter als Feuerholz verkauft werden. Besucher des beliebten Ausflugsgebietes Bayo Canyon müssten keinerlei Risiken fürchten. Der Leiter der kritischen Los Alamos Study Group widersprach dieser Auffassung und riet den Besuchern zur Vorsicht. Es sei gefährlich, den Staub einzuatmen. Seiner Meinung nach gibt es noch mehr radioaktiv verseuchte Orte in der Nähe des Labors.

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