Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Erinnerung an Atombombenabwurf auf Hiroshima

Heute jährt sich zum 67. Mal der Atombombenabwurf auf die japanische Stadt Hiroshima. Weltweit gedenken tausende Menschen den Opfern der Tragödie vom 6. August 1945. Der Gedenktag erinnert an eine der schlimmsten atomaren Katastrophen der Weltgeschichte.

  • /

Nachdem der Zweite Weltkrieg in Europa bereits beendet war, wurde der Pazifikkrieg zwischen Japan und den USA noch weiter geführt. Bei dem Atombombenabwurf der Amerikaner auf Hiroshima starben 140.000 Menschen sofort. Weitere Hunderttausende erlagen in den darauffolgenden Monaten, Jahren und Jahrzehnten den Folgen der Strahlung. Noch heute sterben zahlreiche Menschen an Spätfolgen des Atombombenabwurfs, wie Krebserkrankungen und Leukämie.

Bei den Anschlägen handelte es sich um den ersten Abwurf einer Nuklearwaffe überhaupt. Die erste Bombe, welche aus Uran bestand, detonierte am Morgen des 6. August 1945 in 580 Meter Höhe direkt über der Innenstadt von Hiroshima. In nur wenigen Sekunden zerstörte ein riesiger Feuerball die größtenteils aus Holz erbaute Innenstadt. 90 Prozent aller Menschen, die sich in einem Radius von einem halben Kilometer vom Zentrum der Explosion aufhielten, starben sofort.

Drei Tage später, am 9. August 1945, tötete eine zweite US-Atombombe aus Plutonium Zehntausende Menschen in Nagasaki. Die Explosion in etwa 470 Metern Höhe über dem Boden vernichtete im Umkreis von einem Kilometer 80 Prozent aller Gebäude und ließ nur wenige Überlebende zurück.

Wir brauchen eine Welt ohne Atomwaffen

Greenpeace wurde 1971 gegründet, mit dem Ziel, eine Welt ohne Atombomben zu schaffen. Die Tragödien von Hiroshima und Nagasaki führen uns noch heute vor Augen, welche Katastrophen Atombomben bewirken können. Deshalb fordert Greenpeace seit Jahren dazu auf, endlich alle Atomwaffen abzuschaffen. Dazu gehören auch Atomkraftwerke und das Wiederaufbereiten von Plutonium. Eine Welt ohne Atomwaffen kann erreicht werden, wenn die Weltgemeinschaft sie wirklich will.

Deutsche Städte gedenken der Opfer von Hiroshima und Nagasaki

In Hannover, der deutschen Partnerstadt von Hiroshima, erklang heute Morgen in der Ruine der Aegidienkirche die sogenannte Friedensglocke. Auch in Bremen und Verden wird mit einer Mahnwache und einem literarischen Konzert an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki erinnert.

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Forderungen zur Endverbleibskontrolle

Deutschland gehört weltweit zu den führenden Waffenexporteuren; immer wieder kommt es zu Skandalen. Die Lehren aus den Eklats um Sig Sauer und Heckler & Koch zeigt dieses Papier.

Mehr zum Thema

Keine Profite aus Kriegen!

Der Rüstungskonzern Rheinmetall schlägt rücksichtslos Profite aus dem Elend des Kriegs im Jemen. Damit muss Schluss sein, fordern Greenpeace-Aktivist*innen vor der Firmenzentrale.

Kein Export von Tod und Leid

Das Rüstungsexportverbot an Saudi-Arabien läuft in Kürze aus. Die Bundesregierung muss jetzt eine Verlängerung und Ausweitung des Embargos beschließen.

Klare Haltung gegen Atomwaffen

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die große Mehrheit der Bevölkerung ist gegen die Stationierung von US-amerikanischen Atomwaffen und nuklearen Mittelstreckenraketen in Deutschland.