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Australien beteiligt sich an Star Wars

Der australische Außenminister Alexander Downer hat am Donnerstag erklärt, dass sein Land sich am Aufbau eines Raketenabwehrschildes beteiligen werde. Das inzwischen als Sohn von Star Wars bezeichnete Programm wird unter der Federführung der USA aufgebaut. Downer äußerte sich nicht zu den Kosten oder dazu, welchen Beitrag genau Australien liefern wird.

Auf Ablehnung stößt die Regierungsentscheidung bei der australischen Opposition und Atomgegnern. Sie werfen Canberra vor, auf unerprobte Technik zu setzen. So werde es nicht Jahre, sondern Jahrzehnte dauern bis ein einigermaßen verlässliches System zur Verfügung stehe. Kritiker warnen auch davor, dass sich Australien verletzlich mache, wenn es sich so sehr in die Militärstrategie der USA einbinden lasse. In den USA geht man davon aus, dass das Programm mehrere hundert Milliarden Dollar kosten wird.

Schon seit Jahren sieht Greenpeace in den US-Plänen für ein Star Wars-Programm große Gefahren. Unter anderem werden China, Indien und Pakistan ihre atomare Rüstung steigern. Das Programm wird internationale Waffenkontroll- und Abrüstungsprozesse zum Erliegen bringen. Außerdem schützt der Abwehrschild nicht vor Terroranschlägen.

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