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Atomwaffenkonferenz ohne Ergebnis

Die bisherigen Verhandlungen in New York zum Atomwaffensperrvertrag haben keinerlei Ergebnisse gebracht. Wenige Stunden vor Ende der Konferenz zeichnet sich ab, dass es außer einem verwässerten Abschlussstatement kein substanzielles Ergebnis geben wird. Den Verlauf der Konferenz kommentiert der Greenpeace Abrüstungsexperte Wolfgang Lohbeck:

Die Konferenz ist gescheitert. Grund ist das fundamentale Desinteresse insbesondere der USA an jedweder nuklearen Abrüstung. Die Supermacht will die eigene Vormachtstellung sichern. Dafür sollen sogar neue Atomwaffen entwickelt werden, die auch für Erstschläge eingesetzt werden können. Prozedurale Tricks der USA und das fortgesetzte Einschlagen auf so genannte Schurkenstaaten wegen deren tatsächlichem oder unterstelltem Streben nach Atomwaffen können darüber nicht hinweg täuschen.

Aber auch die deutsche Delegation hat sich nicht genügend für einen Erfolg der Konferenz eingesetzt. Die Bundesregierung hätte wie kaum ein anderes Land die Möglichkeit gehabt etwas zu tun. Durch den Verzicht auf die atomare Teilhabe, also die Fähigkeit, amerikanische Atomwaffen im Kriegsfall mit deutschen Flugzeugen der Luftwaffe einzusetzen, hätte Berlin ein klares Signal für atomare Abrüstung setzen können. Diese Chance wurde vertan.

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