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Seine Vision war, Greenpeace überflüssig zu machen.

Zum Tod von Peter Pueschel

Wir trauern um Peter „Pepue“ Pueschel, unseren ehemaligen Kollegen. Überraschend und viel zu früh ist er am Montag, den 29. 6. 2015, gestorben.  

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Peter "Pepue" Pueschel lag vor allem der Schutz der Artenvielfalt am Herzen. Seit 1981 setzte er sich zunächst ehrenamtlich, dann als Hauptamtlicher vom 1986 bis 2000 bei Greenpeace für Wale, Haie, Robben und Meeresschildkröten ein.

Er kämpfte ebenso für den Weltpark Antarktis - deren Schutz 1998 international gültig wurde. Als Meeresexperte hat er viele Kampagnen zum Meeresschutz und zur Fischerei entwickelt, unter anderem zur Thunfisch- und Treibnetz-Fischerei, die ab 1993 weltweit verboten wurde. Er konnte seine Kollegen für seine Themen begeistern und wenn es seine Zeit zuließ, engagierte er sich auch sehr für das Überleben der Elefanten: Ein internationaler Erfolg daraus war das Elfenbein-Handelsverbot von 1989. Mit gleicher Energie verfolgte er beim IFAW (International Fund for Animal Welfare) und in seiner Freizeit Kampagnen mit umweltpolitischen aber auch sozialen Zielen.

Es ging Pepue nie darum, nur kurzfristige Ziele zu erreichen – er wollte viel verändern, die Ursachen für die großen ökologischen Probleme beseitigen. Seine Vision war, Greenpeace überflüssig zu machen.

In Erinnerung bleibt er uns vor allem auch wegen seiner Freundlichkeit und seinem Humor. Wer mit einem Kollegen reden wollte, ging zu Pepue. Seine Herzlichkeit und sein Respekt gegenüber anderen Menschen waren beeindruckend. Dies ging nie verloren, auch wenn der Stress noch so hoch war oder er unvorbereitet sehr schnell für den Schutz der Wale ans andere Ende der Welt reisen musste.

Wir werden dich, lieber Pepue, im Herzen behalten.

Venceremos!

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