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write4gold-Graffiti-Contest in Hamburg

Die Vorentscheidung für den Raum Norddeutschland im ersten bundesweiten Graffiti-Wettbewerb write4gold hat eine Sprayer-Gruppe aus Lüneburg für sich entschieden. Am Wochenende trat sie auf dem Heiliggeistfeld in Hamburg an und gewann mit dem Greenpeace Vorschlag Stopp Atomkraft. Weitere Battles, wie die Wettbewerbe szene-intern genannt werden, gibt es an den nächsten Wochenenden in Düsseldorf, München und Dresden. Am 1. August findet dann auf dem Splash-Festival in Chemnitz die Endausscheidung statt.

Sieger des Hamburger Battle wurden LGA aus Lüneburg und Umgebung. Auf Nachfrage von Greenpeace, warum sich die Crew ausgerechnet das Thema Atomkraft ausgewählt hat, sagte Sprayer Jens Felchtner: Wir haben in Lüneburg eine Verladestation für die Castortransporte. Wir werden hier also ständig mit dem Thema und den Castortransporten konfrontiert - und wir sprayen zu dem Thema, weil Atomkraft total scheiße ist.

Jens und seine Crew haben insgesamt viereinhalb Stunden für ihr Graffiti gesprayt. Die Arbeit hat sich gelohnt: Das rund 20 Meter große Kunstwerk wurde von einer unabhängige Fach-Jury zum besten Graffiti gekürt. Den zweiten Platz belegten BTN, eine Crew von sechs Sprayern, die sich ebenfalls eines Greenpeace-Themenvorschlags angenommen hatten: Klimawandel.

Insgesamt stellen sich während des bundesweiten Wettbewerbs 32 Crews der kritischen Beurteilung durch fachkundige Juroren. Jede Region stellt acht Crews, von denen jeweils zwei als Beste zur Endausscheidung reisen dürfen. Greenpeace beteiligt sich dabei nicht nur durch Themenvorschläge, sondern stellte im Vorfeld auch sicher, dass die Spraydosen weder FCKW noch FKW als Treibmittel enthalten und dass die Holzplatten für die Graffitis aus ökologischer Holzwirtschaft stammen.

Die Veranstalter haben neben Greenpeace verschiedene andere Organisationen aufgefordert, Themen zu stellen. Die Aktion Mensch beteiligte sich beispielsweise mit dem Thema Respekt.

Graffiti ist eine Kunstform, die bereits von rund 70.000 Jugendlichen in Deutschland ausgeübt wird. Von Hausbesitzern und Lokalpolitikern werden sie eher als Ärgernis empfunden. Dass sie außer Sachbeschädigung tatsächlich auch künstlerisch wertvolle Werke produzieren können, demonstrierten sie eindrucksvoll am Wochenende.

Greenpeace wird dafür sorgen, dass die beiden Gewinnerbilder nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Die Graffiti werden Greenpeace zur Verfügung gestellt und in Zukunft auf Ausstellungen in Schulen zu sehen sein. So sollen sie dazu beitragen, bei Jugendlichen in ansprechender Form Interesse für den Umweltschutz zu wecken. (hol)

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