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Wer wird das übelste Unternehmen des Jahres?

Ende Januar vergeben die Erklärung von Bern und Greenpeace wieder die Public Eye Awards für die schlimmsten Fälle von Missachtung der Umwelt und der Menschenrechte. Bis zum 23. Januar kann online über das übelste Unternehmen des Jahres abgestimmt werden. Nominiert sind sieben Konzerne: Alstom (FR), Coal India (IN), G4S (UK), Goldman Sachs (USA), Lonmin (ZA), Repower (CH) und Shell (NL).

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Die Verleihungen des Schmähpreises finden Ende Januar im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz in Davos parallel zum World Economic Forum (WEF) statt. Die Preisverleihung wurde erstmals im Jahre 2000 organisiert, um zu zeigen, dass menschen- und umweltverachtende Geschäftspraktiken Konsequenzen haben: die Konzerne bezahlen mit ihrem Image.

Der Public Eye Award soll einen Kontrapunkt zur Veranstaltung des WEF setzen, bei dem sich die Global Player treffen. In den liberalisierten Märkten können sie rechtlich oft nicht in die Verantwortung genommen werden, wenn sie beispielsweise überlebenswichtige Medikamente patentieren, Arbeiterinnen und Arbeiter unter unwürdigen Bedingungen ausbeuten oder Rohstoffe erschließen und dabei die Zerstörung der Umwelt in Kauf nehmen.

Ein Beispiel ist das Unternehmen Shell, das die Jury aus Wirtschaftsethikerinnen und -ethikern nominiert hat. Trotz herber Rückschläge setzt Shell weiter darauf, in der Arktis nach Öl zu bohren und damit das fragile Ökosystem zu gefährden. Außerdem hat Shell die Umstellung auf erneuerbare Energien aus seiner langfristigen Strategie gestrichen. Aber Shell steht nicht alleine da.

Nominiert ist auch der französische Energie- und Transportkonzern Alstrom, der weltweit in Korruptionsskandale verwickelt ist. Der indische Energiekonzern Coal India ist dabei, er ist der weltweit größte Kohleförderer. Der englische Sicherheitsdienstleister G4S stellt die größte Privatarmee der Welt und arbeitet für repressive Regime.

Nicht fehlen darf auch das US-Finanzinstitut Goldman Sachs. Es verdiente sich eine goldene Nase dabei, Griechenland und andere Staaten in die Finanzkrise zu treiben. Der drittgrößte Minenproduzent und Platinförderer Lonmin ist verantwortlich für die Ermordung 44 protestierender Minenarbeiter. Der Schweizer Energiekonzern Repower will gegen den Widerstand aus der Bevölkerung ein Kohlekraftwerk im italienische Kalabrien bauen, ein Gebiet, das von der einflussreichen Mafia-Verbindung Ndragheta beherrscht wird.

Am 24. Januar werden die Großkonzerne mit dem Jurypreis und dem Publikumspreis gekürt. Bis dahin kann unter www.publiceye.ch/de abgestimmt werden.

(Autorin: Danijela Milosevic)

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