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Stapellauf der Rainbow Warrior III

Sie ist schon eine Legende, die Rainbow Warrior. Doch nun wird die zweite Rainbow Warrior mit über 50 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand geschickt. Ihre Nachfolgerin ist gestern ins Wasser entlassen worden - es war Stapellauf der Rainbow Warrior III. Spannende und bewegende Momente für viele Greenpeacer, Journalisten und Werftmitarbeiter auf der Fassmer Werft in Berne bei Bremen.

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Was alle Besucher/innen mitbringen mussten, war Geduld. Denn der Stapellauf eines Schiffes ist Millimeter-Arbeit und bedarf der Zeit. Seit den späten Vormittagsstunden füllten sich die Schiffshalle und das Werftgelände mit Menschen. Die Halle war liebevoll von Mitarbeiterinnen der Werft hergerichtet worden. Tische und Bänke mit weißen Tischdecken und bunten Blumen für die über 100 Besucher/innen. Hier konnte sich gemütlich zu Kaffee und Kuchen hingesetzt werden - mit Blick auf die neue Rainbow Warrior.

Sie war mit dem Heck zur Weser auf eine Hub-Plattform aufgebockt und wirkte sehr beeindruckend. Bis zur eigentlichen Zeremonie konnten alle Besucher/innen die Rainbow Warrior III entern. Es war ein Kommen und Gehen. Journalisten interviewten unterschiedliche Greenpeace-Mitarbeiter/innen, wie die Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland, Brigitte Behrens, den internationalen Projektleiter für den Bau der Rainbow Warrior III, Ulrich von Eitzen oder den Greenpeace-Aktivisten Rien Achtenberg.

Für Rien Achtenberg war es ein ganz besonderes Ereignis. Er ist seit 1973 Mitglied der Greenpeace-Crew. Seine erste Fahrt führte ihn nach Moruroa, um die überirdischen Atomtests zu stoppen. Später fuhr er als Koch bzw. Aktionskoordinator auf der Rainbow Warrior I und II. Der in Neuseeland lebende Niederländer freute sich besonders, an der Zeremonie teilnehmen zu können.

Ich hatte das Privileg, auf der Rainbow Warrior I und II segeln zu dürfen, wofür ich sehr dankbar bin, sagte Rien Achtenberg. Und es ist für mich ein ganz besonderer Moment, hier mit dem zukünftigen Kaptiän der Rainbow Warrior III sein zu können. Ebenso wie mit den vielen anderen Greenpeacern und den zukünftigen Crew-Mitgliedern, die auf der Werft sind, um unserem Schiff alles Gute zu wünschen.

Gegen 15 Uhr ging es los: Die Plattform auf der die Rainbow Warrior aufgebockt war, senkte sich langsam ab und wurde geflutet. Ständig prüften die Werftarbeiter, ob das Schiff richtig in dem immer höher steigenden Wasser lag. Nach über zwei Stunden war es dann so weit, die Rainbow Warrior lag im Wasser.

Aber die Geduld der Besucher/innen wurde noch ein wenig auf die Probe gestellt. Bis das Schiff an den Anleger geschleppt werden konnte, musste das Wasser der Weser auf dem höchsten Stand sein. Eine knappe Stunde später konnte die Rainbow Warrior III an den Anleger geschleppt werden, an dem sie nun fertiggestellt wird.

Bereits am 9. Juli - einen Tag vor dem 26. Jahrestag des Anschlags auf die Rainbow Warrior durch den französischen Geheimdienst - werden die über 50 Meter hohen A-Masten montiert. Dann wird sie sicher noch beeindruckender sein.

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