Gemeinsam auf dem Weg zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Schule

Schools for Earth

Greenpeace startet Schulprojekt „Schools for Earth“: Schulen machen sich gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern auf den Weg Richtung Klimaneutralität und Nachhaltigkeit.

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Von Klimakrise und Zoonosen über Artensterben bis Intoleranz und Populismus: Die großen Herausforderungen unserer Zeit erfordern grundlegende Antworten und entschlossenes Handeln.

Die Forderung der Fridays for Future-Bewegung ist richtig: Deutschland muss klimaneutral werden, um seinen Beitrag zur Bewältigung der globalen Klimakrise zu leisten. Die junge Generation übernimmt Verantwortung und hat eine Debatte entfacht, die nun alle Bereiche der Gesellschaft erreicht hat.

KLIMASCHUTZ UND JUGENDBETEILIGUNG IM SCHULALLTAG

Für eine zukunftsfähige Gesellschaft nimmt Bildung eine Schlüsselrolle ein. Ein friedliches und nachhaltiges Miteinander ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur gelingen wird, wenn junge Menschen mitgestalten und –bestimmen können.

Schulen stehen damit vor einer großen Herausforderung, gleichzeitig aber auch vor der großen Chance, sich mit der Energie der jungen Klimabewegung auf den Weg zu machen – und das Konzept der “Bildung für nachhaltige Entwicklung” mit Leben zu füllen: im Unterricht, im Miteinander, im Alltag der Lern- und Lebenswelt Schule.

GREENPEACE UND DIE BILDUNGSARBEIT

Greenpeace engagiert sich seit vielen Jahren in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit. Gemeinsam mit anerkannten Partner*innen aus Wissenschaft und Schulentwicklung haben wir das bundesweite Schulprojekt “Schools for Earth” auf den Weg gebracht. Das Ziel: Schulen machen sich auf Richtung Klimaneutralität und Nachhaltigkeit. Sie verankern Bildung für nachaltige Entwicklung im Schulaltag und schützen damit das Klima, die Umwelt und das friedliche Miteinander auf der Erde. Gleichzeitig setzten Schulen die Empfehlung der Länder und des Bundes, sowie des “Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung” um.

Mit „SCHOOLS FOR EARTH“-Pilotschulen auf dem Weg zur Klimaneutralität und Nachhaltigkeit

Mit 15 Pilotschulen aus sechs Bundesländern startet Greenpeace e.V. das ambitionierte und innovative Projekt Schools for Earth. Gemeinsam mit den Pilotschulen werden die eigens für „Schools for Earth“ entwickelten Projektbausteine und auf die Schulwelt ausgerichtete Unterstützungsangebote erprobt:

  • ein speziell für Schulen entwickeltes CO2-Bilanzierungstool zur Ermittlung des Klima-Fußabdrucks und entsprechender Handlungsfelder
  • Beratung und Begleitung bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen etwa in den Bereichen Energieverbrauch, Mobilität, Abfall oder Ernährung
  • mit Lehrkräften und Schulleitungen entwickelte Tools, wie die dafür notwendige Partizipation und die Schaffung von Freiräumen im schulischen Alltag gelingen können
  • an Lehr- und Bildungspläne anschlussfähige Bildungsmaterialien sowie didaktisch innovative Unterrichts-Bausteine, die an die Lebenswelt der Schüler*innen anknüpfen, sie zu Engagement und Mitgestaltung inspirieren und den Zielen von „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ Rechnung tragen
  • Handreichungen, die dabei unterstützen, “Schools for Earth“ fächerübergreifend in den Unterricht zu integrieren und den Bogen zum Engagement in der Schule zu schlagen. Schülerinnen und Schüler gestalten dabei wirksam und auf Augenhöhe mit.
  • fachkundige Begleitung des Schulentwicklungsprozesses im Sinne des  “Whole-School-Approach” 

PROZESS-, ENERGIE- UND SCHULENTWICKLUNGSBERATUNG DURCH ANERKANNTE AKTEURE

Die Pilotschulen profitieren von der Greenpeace-Erfahrung im Klima und Umweltschutz als international vernetzte Umweltschutzorganisation sowie von der professionellen Begleitung durch anerkannte Akteure in den Kernbereichen des Projektes: von Prozess- über Energie- bis zu Schulentwicklungsexpert*innen.

Im Gegenzug bereichern Sie „Schools for Earth“ mit Ihrer Expertise und Ihren Praxiserfahrungen.

GRUNDSTEIN FÜR EIN BUNDESWEITES SCHULPROJEKT

Die 15 Pilotschulen engagieren sich über einen Zeitraum von ein bis eineinhalb Jahren intensiv durch Schulentwicklungsprozesse hin zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Schule. Dabei bestimmt jede Schule ihre Ambitionen und Projektgeschwindigkeit für sich. Besonders am Herzen liegt uns die Einbeziehung und Partizipation der Schüler*innen.

Damit legen wir zusammen den Grundstein für ein bundesweites, innovatives Schulprojekt, das nicht nur einen relevanten Beitrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit leistet, sondern mit seiner positiven Dynamik auch in die Gesellschaft wirkt.

SUCHE NACH DEM HEBEL FÜR WAHRE TRANSFORMATION

Die Pilotschulen werden wissenschaftlich und prozessorientiert begleitet. Gemeinsam erkunden wir die Gelingensbedingungen für eine Transformation von Schulen hin zur Klimaneutralität und Nachhaltigkeit. Welche Strukturen im Umfeld der Schule bedarf es dafür? Wer kann unterstützen? Was benötigen Lehrkräfte? Welche Partizipationsmöglichkeiten wünschen sich Schüler*innen? Diesen und weiteren Fragen werden wir mit den Pilotschulen intensiv nachgehen. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Projekt werden allen Schulen bundesweit zur Verfügung gestellt.

WIE KANN IHRE SCHULE AM "SCHOOLS FOR EARTH"-PROJEKT TEILNEHMEN?

Möchte sich Ihre Schule stärker auf dem Weg zur Klimaneutralität und Nachhaltigkeit begeben? Suchen Sie nach geeigneten Tools zur Klimabilanzierung speziell für Schule? Wie können sie in entsprechende Schulentwicklung einsteigen?

Ab September 2020 stellen wir das CO2-Bilanzierungstool, die Handreichungen zum Whole School Approach sowie für das Projekt entwickelte Bildungsmaterialien allen interessierten Schulen zur Verfügung. Sie haben auch die Möglichkeit, sich mit (Pilot-) Schulen auszutauschen und zu vernetzen, die sich ebenfalls auf den ambitionierten Pfad hin zur Klimaneutralität und Nachhaltigkeit begeben haben. Je mehr Schulen sich auf dem Weg machen, desto größer der Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.

Interessiert?

Dann schicken Sie eine Mail an markus.power@greenpeace.org

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.

Greenpeace hat das Bündnis ZukunftsBildung mitinitiiert, bei dem u.a. BUND, Naju, GEW, Germanwatch, Oxfam und die Welthungerhilfe mitwirken. Als Sprecher des Bündnisses ist Greenpeace seit 2015 in der „Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vertreten.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Jahresbericht 2019

Greenpeace legt jedes Jahr seine Bücher offen, um nachzuweisen, dass die Gelder ausschließlich für die in der Satzung festgelegten Zwecke eingesetzt werden.

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