Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Rainbow-Warrior erreicht Sumatra

Das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior, mit dem die Arbeit der Ärzte ohne Grenzen in Nord-Sumatra unterstützt wird, ist am Dienstagmorgen um neun Uhr lokaler Zeit in Medan, Sumatra, eingelaufen. Während eines kurzen Aufenthalts hat das Greenpeace-Flaggschiff Hilfsgüter für die Region Aceh geladen. Gegen Abend machte sich die Rainbow Warrior weiter auf den Weg nach Banda Aceh am nördlichsten Ende von Sumatra.

Mit sechs Tonnen Reis, tausenden von Wasserkanistern, Moskitonetzen, Generatoren, Gasflaschen, Treibstoff für Helikopter, Flugzeuge und Autos, medizinische Ausrüstung und vielem mehr füllte die Crew mit Hilfe von Helfern von vor Ort die Ladeflächen der Rainbow Warrior. Geplant ist, mit dem Schiff die Westküste von Sumatra entlang zu fahren.

Die Provinz Aceh gehört zu den Regionen, die von dem Seebeben am stärksten betroffen sind. Der Transport von Hilfsgütern in die entlegenen Dörfer im Norden Sumatras ist sehr schwierig, da es an Treibstoff mangelt und die Flugplätze so überlastet sind, dass Flugzeuge nicht landen und auftanken können. Indem wir das Greenpeace-Schiff zum Transport von medizinischem Personal und Material nutzen, hoffen wir Menschen in abgelegenen Gebieten zu erreichen, wo wir anderenfalls nicht helfen könnten, sagt David Curtis von Ärzte ohne Grenzen.

Banda Aceh ist zu 60 Prozent zerstört. Es mangelt an Wasser und Nahrungsmitteln. Die Bevölkerung lebt unter schrecklichen Bedingungen. Noch immer müssen viele Leichen geborgen werden. Ibrahim Younis, Logistik-Experte im Team von Ärzte ohne Grenzen: Allein in dieser Stadt ist enorm viel zu tun, doch die Situation entlang der Nordwest-Küste Sumatras ist noch schlimmer.

Mehrere hundert Menschen in der Region werden täglich von Ärzte ohne Grenzen in mobilen Kliniken behandelt, mehr als 1.700 Menschen werden mit Trinkwasser versorgt. In der Stadt Meulaboh an der Westküste soll ein Basislager errichtet werden. Den Menschen wird auch psychologische Unterstützung angeboten, um mit der Trauer und Angst umgehen zu können.

Greenpeace unterstützt den Hilfseinsatz von Ärzte ohne Grenzen logistisch. Wir wollen alles Erdenkliche tun, Hilfe in die verwüstete Region zu bringen. Mit dem Einsatz der Rainbow Warrior hoffen wir, dazu beizutragen, das Leid der Bevölkerung in dieser tragischen Situation ein wenig zu lindern, sagt Dr. Gerd Leipold, Geschäftsführer von Greenpeace International. Die Rainbow Warrior mit ihrer 19-köpfigen Besatzung hat Schlauchboote an Bord, mit denen auch entlegene Regionen erreicht werden können. (us)

Weiterführende Publikationen zum Thema

Jahresbericht 2017

Greenpeace legt jedes Jahr seine Bücher offen, um nachzuweisen, dass die Gelder ausschließlich für die in der Satzung festgelegten Zwecke eingesetzt werden.

Mehr zum Thema

Weltenwandel im Blick

Sieben Fotografen waren für den Greenpeace Photo Award nominiert, nun stehen die Gewinner fest: Jury und Publikum prämierten zwei Projekte um Umweltzerstörung und Landraub.

Blickwinkel

Wer gewinnt den Greenpeace Photo Award 2018? Nominiert sind sieben Fotografen, die einen eigenen Blick auf die Umwelt werfen. Stimmen Sie ab, entscheiden Sie mit über den Sieger!

Filmreif die Welt retten

Wenn Umweltschutz ein Film wäre und Sie die Hauptfigur – wer wären Sie? Und wie würden Sie für ökologische Ideale kämpfen? Mutig wie James Bond? Strategisch wie Gandalf? Testen Sie’s!...