Paul Ruzycki: Umweltschützer, Schmied und Musiker

Der Schmied aus Kanada reist um die Welt, um für den Umweltschutz zu kämpfen. Für seinen Zwangsaufenthalt in Russland findet er ruhige und besonnene Worte. "Ich bin nicht wütend - es hätte schlimmer sein können." Die Haft hat den friedfertigen Aktivisten nicht gebrochen.
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Paul stammt aus Port Colborne, Ontario. Das Segeln liegt bei ihm in der Familie. Sein Vater war Seemann und in den 1980er Jahren fuhr Paul selbst aufs weite Meer hinaus. Dort fielen dem heute 48-jährigen deutlich die Schäden, die der Umwelt zugefügt werden, ins Auge. Seine Beobachtungen machten ihn zum Umweltschützer.

Als das Greenpeace-Schiff MV Beluga in Montreal anlegte, heuerte er dort als Freiwilliger an. Seitdem nimmt er an vielen Protestaktionen teil und dokumentiert Umweltverbrechen. Er demonstrierte gegen die Überfischung an der Ostküste Kanadas, Atomwaffentests im Südpazifik, Abholzung in British Columbia und das Abschlachten der Wale in der Antarktis.

"Wir wollen einen Sonderstatus für die Arktis"

Von Beruf ist Paul Schmied, ein Handwerk, das er sich selbst beigebracht hat. In seiner Freizeit nutzt er das Schmiedehandwerk künstlerisch und lernt zudem Geige spielen.

"Ich bin nicht wütend...es hätte wesentlich schlimmer sein können", kommentiert Paul laut der CBC seine Untersuchungshaft in Murmansk. "Wir haben Aufmerksamkeit auf Ölforderung und -ausbeutung in der Arktis gelenkt. Wir fordern, dass die Arktis einen besonderen Status bekommt, ähnlich wie die Antarktis, wo nur Forschung, nicht aber Bergbau oder Ölforderung betrieben werden darf."

Zum Weiterlesen:

Die Chronologie der Arctic 30

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