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Krankenhaus in Meulaboh versorgt

Mit der Rainbow Warrior unterstützt Greenpeace die Organisation Ärzte ohne Grenzen bei ihrer Hilfsarbeit nach der Flutkatastrophe in Nord-Sumatra. Am Samstag hat die Crew des Greenpeace-Schiffes mit Hilfe von einheimischen Fischern 20 Tonnen medizinisches Material und andere Hilfsgüter für die Arbeit der Ärzte ohne Grenzen in Meulaboh an der Nordwestküste Sumatras ausgeladen. Ärzte ohne Grenzen wollen in Meulaboh ein Basislager errichten.

Die Ladung wurde mit Hilfe von Schlauchbooten an Land gebracht. Zudem wurden mehrere kleine Boote wie Taxis angehalten, die gegen Diesel ebenfalls beim Entladen halfen. Rob Taylor von der Greenpeace-Crew berichtet: Das war ein großer Tag, und es ist erstaunlich, dass wir inmitten dieser enormen Zerstörung die Arbeit zügig erledigen konnten.

Die Straßen nach Meulaboh sind entweder zerstört oder aber für LKW unpassierbar. Das Krankenhaus-Gebäude in Meulaboh ist intakt, doch große Teile des Personals werden vermisst oder sind tot. Verschiedene medizinische Hilfsorganisationen, darunter Ärzte ohne Grenzen versorgen nun die Patienten.

Am Sonntag ist die Rainbow Warrior nach Krueng Raya unweit Banda Aceh zurück gefahren, um dort erneut Hilfsgüter zu laden. Der Hafen von Krueng Raya war bei Ankunft des Schiffes allerdings von drei indonesischen Patrouillenbooten und einer Fähre belegt.

Ärzte ohne Grenzen hatten unterdessen in Banda Aceh Schwierigkeiten mit drei Flugzeugen, die für den Sonntag erwartet wurden. Zwei davon wurden aus unklaren Gründen umgeleitet, was große logistische Probleme verursacht hat. Dadurch stand niemand von der Hilfsorganisation zur Verfügung, um die weiteren Aktionen der Rainbow Warrior zu planen. Eine erzwungene Pause für die Crew, die nun vor Krueng Raya auf weitere Instruktionen wartet.

Viele Häfen in Nord-Sumatra sind zerstört, deshalb werden Hilfsgüter auch weiterhin mit Schlauchbooten an Land gebracht werden müssen, was zeitaufwändig ist. Mit der Unterstützung durch lokale Fischer kann leider nicht immer gerechnet werden. Rob Taylor: Hier in Krueng Raya gibt es eine Menge Fischerboote in der Bucht, doch niemand ist darauf zu sehen. Die Menschen sind entweder tot oder sie helfen an Land, helfen ihrer Familie, sie sind einfach nicht hier. Es ist furchterregend. (us)

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