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Jahresrückblick 2005 - 25 Jahre Greenpeace Deutschland

2005 feiert Greenpeace Deutschland 25. Geburtstag, 15 Jahre Greenteams und weitere Jubiläen.
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Mit einem Tag der Offenen Tür im Hamburger Aktionslager lädt Greenpeace im September 2005 alle Interessenten ein, seinen 25. Geburtstag zu feiern. Aktionen waren von Beginn an und sind heute noch das Herz der Greenpeace-Arbeit. Tausende Besucher kommen ins Lager, wo auf 11.000 Quadratmetern Schlauchboote, Banner, Aktionsutensilien, Kletter- und Tauchausrüstungen lagern und von wo aus auch internationale Aktionen unterstützt werden. Greenpeacer informieren über aktuelle Kampagnen und die Arbeitsweise der Organisation. Das positive Echo der Bevölkerung zeigt, wie groß auch heute noch die Begeisterung für Greenpeace ist.

Auf einer Pressekonferenz an Bord des Aktionsschiffes Beluga II anlässlich des Jubiläums kündigt Greenpeace an, dass es in den nächsten Jahren noch stärker als bisher die Herausforderungen der Globalisierung annehmen will. Schlusspunkt der Feierlichkeiten ist der Empfang auf der Beluga II am 19. Oktober 2005 auf der Spree in Berlin, an dem rund 100 geladene Gäste, unter ihnen auch Politiker, teilnehmen.

Für einen engagierten Umweltschutz streiten auch die Greenteams, die ganz jungen Greenpeacer im Alter von 10- bis 15 Jahren. Das Greenteam-Projekt feiert mit mittlerweile 600 Teams 2005 sein 15-jähriges Jubiläum. Darin schließen sich Kinder zusammen, um in Eigenregie mit Unterstützung von Greenpeace lokale Umweltprobleme zu knacken. Als Anerkennung ihrer Arbeit organisieren Greenpeacer ab 21. August in Lübeck eine Tour mit einem 12 mal 12 Meter langen Unterwasser-Truck in 19 Städte, mit dem sie den Nachwuchs besuchen. Neben Informationen zu wichtigen Umweltthemen hat der Truck eine Kletterwand und einen Meeresspielplatz mit an Bord. Seit Gründung der Greenteams 1990 haben sich bereits 40.000 Kinder und Jugendliche für die Umwelt stark gemacht.

Einer der größten Erfolge in der Geschichte von Greenpeace war die Kampagne um die Ölplattform Brent Spar im Frühjahr 1995. Aktivisten hatten den Stahlkoloss besetzt und 52 Tagen gegen die geplante Versenkung protestiert. Am Ende gab Shell auf, und die Brent Spar wurde an Land entsorgt. Damit ist für Greenpeace das Thema jedoch nicht erledigt. Heute, zehn Jahre nach Brent Spar, verschmutzen allein in der Nordsee rund 500 Ölplattformen im täglichen Betrieb das Meer.

Greenpeace setzt sich nicht nur für die Umwelt ein, sondern auch für Frieden und Abrüstung. Mit einer Friedensaktion gedenken die Umweltschützer am 1. Juni 2005 in Paris dem Anschlag auf ihr Schiff Rainbow Warrior vor 20 Jahren durch die französische Regierung. Mit einem großen Regenbogen und einem aus Menschen gemachten Peace-Zeichen fordern sie nukleare Abrüstung weltweit und ein friedliches Zusammenleben im Einklang mit der Natur.

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