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Greenpeace verlässt die Klima-Allianz

Die Klima-Allianz ist ein Bündnis aus über 90 Organisationen - Entwicklungsorganisationen, Umweltverbänden, Kirchen, Verbraucherschutzorganisationen, Gewerkschaften, Tierschutzverbänden, Globalisierungskritikern und weiteren Gruppierungen. Erstmalig in Deutschland ist mit der Allianz im April 2007 ein gesellschaftlich breites Bündnis aufgetreten, das eine entschlossenere Klimapolitik fordert. Greenpeace Deutschland e.V. ist Gründungsmitglied und hat die Allianz tatkräftig unterstützt.

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Für ihre weiteren Aktivitäten will die Klima-Allianz ihre Finanzierung künftig unter anderem durch eine Förderung der European Climate Foundation auf eine breitere Basis stellen. Die Grundsätze von Greenpeace Deutschland e.V. in Fragen ihrer Finanzierung sind sehr strikt. Greenpeace finanziert sich durch die Beiträge von 560.000 Fördermitgliedern. Spenden von Parteien, staatlichen Institutionen und Firmenstiftungen nehmen wir nicht an. Darum hat die Organisation heute den Partnerorganisationen erklärt, die Klima-Allianz zu verlassen und so den Weg für eine Neuausrichtung ihrer Finanzierung frei zu machen.

Die Klima-Allianz hat im Klimajahr 2007 mit vielfältigen Aktivitäten die Bundesregierung zu einem konsequenten Klimaschutz aufgefordert. Höhepunkt war der 8. Dezember 2007, an dem mehrere tausend Menschen in Berlin, am Standort des von RWE geplanten Braunkohlekraftwerks in Neurath und in 14 weiteren Städten für mehr Klimaschutz demonstrierten.

2008 will die Allianz in zahlreichen deutschen Städten an einem Aktionstag Klima-Aktionen veranstalten, eine Demonstration an einem Kohlekraftwerksstandort mit Fokus auf Klimagerechtigkeit zwischen Nord und Süd (unter anderem durch Beiträge von Klimazeugen) organisieren. Zudem plant sie, die Verbandsspitzen der Klima-Allianz im Vorfeld der Verabschiedung des Klimapaketes im Bundestag an einen Runden Tisch zu bringen und in Deutschland die Veranstaltungen zum Globalen Klimaaktionstag am 6. Dezember 2008 durchzuführen.

Greenpeace verlässt die Klima-Allianz mit dem guten Gefühl, dass mit ihr ein breites gesellschaftliches Bündnis entstanden ist, das sich auch in Zukunft für eine wirksame Klimaschutzpolitik einsetzt.

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