Jahresbilanz 2010

Der Castor, Palmöl aus Urwaldzerstörung, die Ölpest im Golf und die Gen-Kartoffel Amflora - das sind nur einige der Themen, die Greenpeace Deutschland im vergangenen Jahr beschäftigt haben. Möglich ist dieser Einsatz für den Umweltschutz nur durch die Unterstützung von über einer halben Million Förderer: Greenpeace nimmt kein Geld von Industrie, Parteien oder Staat.
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Die finanzielle Unabhängigkeit unterscheidet Greenpeace von vielen anderen Organisationen. Und es erlaubt der Umweltschutzorganisation, ohne Einschränkung auf Missstände aufmerksam zu machen - egal wie groß oder einflussreich der Konzern ist.

Als der Ölmulti BP trotz der handgemachten Ölkatastrophe weitere Tiefseebohrungen plante, protestierten Greenpeace-Aktivisten weltweit vor den BP-Zentralen. Mit einem Schiff ermöglichte Greenpeace Forschern, unabhängig die Auswirkungen auf die Meeresumwelt vor Ort zu untersuchen. "Die Ölkatastrophe in den USA hat uns einmal mehr gelehrt, dass wir Menschen Risikotechnologien kaum beherrschen können", sagt Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von Greenpeace e.V. "Sie hat uns auch gezeigt, wie schwer Industrie und Politik sich zu einem Umdenken bewegen lassen."

Schwierig, aber nicht unmöglich: Der weltweit größte Lebensmittelhersteller Nestlé verpflichtete sich nach einer internationalen Greenpeace-Kampagne dem Wald- und Klimaschutz im letzten Jahr. Greenpeace überzeugte den Konzern, auf Palmöl aus Urwaldzerstörung zu verzichten. Durch die massive Trockenlegung von CO2-speichernden Torfwäldern und Urwaldrodung für die Palmölproduktion trägt Indonesien maßgeblich zur globalen Klimaerwärmung bei.

Vor allem die Auseinandersetzung um die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke prägte die Arbeit von Greenpeace Deutschland im Jahr 2010. Aktivisten der Umweltschutzorganisation protestierten an allen AKW-Standorten und bei den großen Demonstrationen gegen die gefährliche Technologie. "Unser Dank gilt deshalb auch den rund 3.800 ehrenamtlich Aktiven, die uns mit über 4.100 Aktivitäten bundesweit tatkräftig unterstützt haben", so Greenpeace-Chefin Behrens. Und schlussendlich war es ein Bierlaster mit Greenpeace-Aktivisten, der gemäß seines Schriftzuges "herzerfrischend anders" den Castor stundenlang aufhielt.

"Im Jahr 2010 durften wir erleben, wie viele Menschen schon damals gegen die geplante Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke waren. Neben der Katastrophe in Fukushima legte dieser große Protest den Grundstein für den aktuellen Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung."

Im Jahresrückblick 2010 gibt Greenpeace Aufschluss über Kampagnen, Strukturen, Bilanzen, Erträge und Aufwendungen.Insgesamt stiegen die Erträge und Spenden im vergangenen Jahr auf 47,7 Millionen Euro gegenüber 46 Millionen Euro im Jahr 2009.

Jahresbilanz 2010

Der Castor, Palmöl aus Urwaldzerstörung, die Ölpest im Golf und die Gen-Kartoffel Amflora - das sind nur einige der Themen, die Greenpeace Deutschland im vergangenen Jahr beschäftigt haben.
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