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Good bye Chris Robinson

Chris Robinson starb am 17. September 2008 an Krebs, gerade mal 55 Jahre alt. Chris war ein Pfundskerl, ein Greenpeace-Aktivist und verbrachte einen großen Teil seines Lebens auf dem Meer. Er gehörte zur ursprünglichen Besatzung der Rainbow Warrior und war später Kapitän der Vega.

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Ich finde es schwer zu glauben, dass er gegangen ist. Er war ein Mensch, der mit seinem Schiff und seiner Crew alle Meere durchfahren konnte. Egal ob sich ihnen pazifische Taifune oder Mittelmeerstürme entgegen stemmten. Chris blieb mit der kleinen Vega, die gerade mal elf Knoten machte, immer auf Kurs.

Er fuhr mit dem Schlauchboot unter Atommüllfässer, die im Meer entsorgt werden sollten. Er stritt immer wieder mit dem französischem Militär in dem zum Sperrgebiet erklärten Murora-Atoll gegen die französischen Atomwaffentests im Pazifik. Es setzte sich gegen Kriegswaffen und Atom-U-Boote ein.

Ein Aktivist, der mit Chris zusammen auf See war, sagte: Er war einer der wenigen, bei denen du wusstest, wenn du dein Leben in seinen Hände legtest, geleitete er dich sicher durch alle Untiefen und du kamst am Ende ungeschoren davon.

Auch wenn er die Kaltschnäuzigkeit und Zähigkeit besaß, vor eine Atombombe nicht zurückzuweichen, so hatte er doch eine sanfte Seele. Er war ein Mann bei dem du dich glücklich schätzen konntest, ihn einmal getroffen zu haben.

Er liebte ein Lachen und eine Zigarette oder ein Glas Wein unter einem Olivenbaum und den Klang eines Didgeridoo. Er schenkte meinem Sohn seine erste Motorradfahrt.

Ich kenne viele Menschen bei Greenpeace, die ich als Helden ansehe. Doch Chris war ein Held für sie alle.

Zuverlässig, geliebt und respektiert - wir werden dich sehr vermissen. Fair wind, Chris Robinson, fair wind.

(Autor: Brian Fitzgerald)

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