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Geldgeschenke von der EU - Greenpeace lehnt ab

Lobbyarbeit kostet Geld und das haben Umweltverbände nicht in Hülle und Fülle. Warum also nicht ein bisschen helfen, dachten sich EU-Behörden. Und öffneten die Brüsseler Schatztruhe. Rund 3,5 Millionen gingen 2006 allein an die Green 10, die zehn größten in Europa aktiven NGO. Mit einer Ausnahme: Greenpeace. Denn Greenpeace lehnte den Geldsegen dankend ab.

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Einer BBC-Meldung zufolge flossen 2006 insgesamt mehr als 7,7 Millionen Euro an rund 40 Umweltverbände. Das Umweltdirektorat der EU-Kommission bestätigte den Bericht. Es handle sich um einen Versuch, den Umweltgruppen eine gleichwertige Basis im Wettlauf mit der Wirtschaftslobby zu verschaffen.

Das mag gut gemeint sein. Leider kommt dabei die Unabhängigkeit abhanden. Und Unabhängigkeit schreibt Greenpeace ganz groß. Wir nehmen keine Sponsorengelder von der Industrie, wir nehmen auch keine Gelder von Regierungen, politischen Parteien oder Institutionen.

Auch im Europäischen Parlament stoßen die Zahlungen an Umweltverbände auf Widerspruch. Ein britischer Parlamentarier erntete Applaus, als er feststellte: Es stimmt etwas nicht mit Organisationen, die von der EU-Kommission gefördert werden, um dann Lobbyarbeit im EU-Parlament und bei der Kommission zu betreiben.

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