Francesco Pisanu: Der Traum von der Seefahrt

Francesco aus Frankreich hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, für den Umweltschutz aufs Meer hinauszufahren. Drei Monate musste er weit weg von salziger Luft und wildem Wellengang verbringen. Seit Ende Dezember ist der Seebär endlich wieder völlig frei.
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Auch Francesco ist schon lange für den Schutz der Umwelt aktiv. Er kam in Paris als Freiwilliger zu Greenpeace, wo er an vielen Aktionen teilnahm. Während dieser Zeit arbeitete er als Krankenwagenfahrer.

2003 stellte Greenpeace den in der Nähe von Paris aufgewachsenen Aktivisten zur Mitgliederwerbung fest ein. Aber seinen größten Traum sollte sich Francesco erst noch erfüllen: zur See fahren.

Im Mai 2006 erreichte er sein Ziel. Zum ersten Mal ging er an Bord eines Greenpeace-Schiffes, der Esperanza. Dort arbeitete er als Freiwilliger bei der SOS-Weltmeere-Tour. Zweck der Fahrt war es, die Einrichtung von Meeresschutzgebieten voranzutreiben.

Fort vom Festland

Francesco segelte kreuz und quer durch die Welt: vom Mittelmeer zum Pazifik, durch das Rote Meer und den Indischen Ozean. Begeistert und gepackt von seinen Erfahrungen absolvierte er ein Diplom bei der Handelsmarine, um als richtiges Besatzungsmitglied für Greenpeace arbeiten zu können.

Bis zur Festnahme durch russische Sicherheitskräfte im September 2013 führte der heute 38-Jährige diese Touren fort. Die erzwungene Unterbrechung setzte Francesco erst mal drei Monate lang auf dem Festland fest. Seit Ende Dezember jedoch kann er wieder die Planken eines Schiffs betreten und für den Schutz der Weltmeere kämpfen.

Zum Weiterlesen:

Die Chronologie der Arctic 30

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