Andrej Allakhwerdow: Tut keiner Fliege was zuleide

Der Radiojournalist aus Russland hat schon im ganzen Land von sich reden gemacht. Mit seinen spannenden Produktionen über die Umwelt trägt er maßgeblich zur ökologischen Bildung eines breiten Publikums bei. Manche seiner Hörer begeistert er so sehr, dass sie ihm besondere Fähigkeiten andichten.
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Eigentlich stammt Andrej aus Yerevan in Armenien. Als er zwei Jahre alt war, zogen seine Eltern mit ihm nach Moskau, wo er seither lebt. In der Hauptstadt ist der 50-jährige mit seiner Frau Veronika Dmitrijewa und seinem Sohn zu Hause.

Andrejs Kollegen beschreiben ihn als "die liebenswürdigste und am besten gebildete Person der Welt. Gewalt akzeptiert er in keiner Form - er tötet nicht einmal Fliegen, sondern entlässt sie durch das Fenster in die Freiheit."

Kein Wunder, dass sich der Pazifist für die Natur einsetzt. Zum Umweltschutz kam Andrej über das Radio. Der erfahrene Radiojournalist, der auch schon für internationale Medien wie die BBC gearbeitet hat, produzierte in den 1990er Jahren eine landesweite Serie über die nahenden Herausforderungen für die Umwelt Russlands.

Das Programm genoss große Anerkennung und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet. Andrej ist so talentiert, heißt es in der Branche, er könnte auch ein Interview mit einem Stein spannend gestalten.

Mit seiner Affinität zu Geschichten über die Umwelt stieß er 2012 zu Greenpeace Russland und war im September 2013 Mitglied der Arctic Sunrise-Crew. Als Teil der sogenannten Arctic 30 saß auch er in Murmansk in Untersuchungshaft und musste drei Monate lang um seiner Freiheit bangen.

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