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Zehn praktische Tipps, wie wir die Meere schützen können

Viele Menschen wollen wissen, wie sie sich im Alltag umweltbewußter und umweltverträglicher verhalten können. Das SOS Weltmeer-Team hat sich dazu Gedanken gemacht - folgende zehn Tipps sind dabei rausgekommen:

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1. Laden auch Sie Freunde und Bekannte ein, an Bord zu kommen und Meeresschützer zu werden.

2. Wenden Sie sich an Politiker in Ihrem Wahlkreis und bitten Sie sie, sich unserer Forderung nach einem globalen Netzwerk von Meeresschutzgebieten anzuschließen.

3. Essen Sie nur solchen Fisch, der nicht aus bedrohten Beständen kommt und der nicht mit zerstörerischen Methoden gefangen wurde (z.B. per Grundschleppnetz). Meiden Sie auch Fisch, der per Treibnetz- oder Langleinen-Fischerei gefangen wurde, denn diese Fangarten produzieren große Mengen an Beifang. Verzichten Sie auf Produkte aus Aquakulturen wie Shrimps und Lachs.

4. Sie können durch Ihren Einkauf zum Schutz der Meere beitragen: Gerade neu erschienen ist der Einkaufsratgeber Fish & facts. Der Ratgeber zeigt, welche Fischarten aus ökologischer Sicht zum Verzehr geeignet sind und welche überhaupt nicht auf den Teller gehören. Sie können den Einkaufsratgeber Fish & facts bestellen. Schicken Sie einfach eine E-Mail mit dem Stichwort Einkaufsratgeber Fish & facts an mail@greenpeace.de. Bitte nennen Sie darin Ihren Namen und Ihre komplette Postanschrift.

5. Bekämpfen Sie die globale Erwärmung, die katastrophale Auswirkungen auf die marinen Ökosysteme - von den Tropen bis zur Polarregion - hat. Ersetzen Sie - so oft es geht - Autofahrten durch öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad. Verwenden Sie Strom aus erneuerbaren Quellen, kaufen Sie nach Möglichkeit Produkte aus Ihrer Region. Meiden Sie Kurzurlaube per Flugzeug.

6. Halten die Ozeane sauber! Reduzieren Sie Ihren eigenen Plastikverbrauch, in dem Sie beispielsweise keine Plastiktüten verwenden.

7. Helfen sie mit, die Flut an Giftstoffen zu verringern, die in unsere Meere gelangen. Verzichten Sie auf den Einsatz von Pestiziden. Drängen Sie Wirtschaft sowie politische Entscheidungsträger, Dauergifte wie PCBs und Phthalate auf ein Minimum zu reduzieren.

8. Kaufen Sie tropische Fische für Ihr Aquarium aus Zuchten und nicht solche, die direkt aus ihrer natürlichen Umgebung entführt wurden. Denn dazu werden oft Zyanid oder andere zerstörerische Methoden benutzt. Außerdem sterben sehr große Mengen der gefangenen Tiere, bevor sie überhaupt auf den Markt kommen.

9. Retten Sie die Wale! Bedenken Sie bei Ihrer Reiseplanung auch, ob sich das ausgewählte Land für oder gegen den Walschutz aussprochen hat. Befürworter und Gegner des Walschutzes finden Sie auf nebenstehender Grafik. Kontaktieren Sie die Touristen-Information des jeweiligen Landes und teilen Sie dort mit, wenn Sie aufgrund der Haltung gegenüber Walen auf einen Besuch verzichten.

10. Unterstützen Sie whale watching als einzig nachhaltige Nutzung von Walen.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Stellungnahme zum Raumordnungsplan für Nord- und Ostsee

Das Bundesinnenministerium hat unter Federführung des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie den finalen Entwurf des Raumordnungsplans für die deutsche Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) jenseits des Küstenmeers der Nord- und Ostsee vorgelegt. Ziel soll die nachhaltige Nutzung sein, nicht zuletzt um den guten Umweltzustand der Meere zeitnah zu erreichen. Der Plan soll bis mindestens 2031 gelten. Die deutschen Umweltverbände kritisieren den Entwurf, hier die ausführliche Stellungnahme.

High Stakes

The environmental and social impacts of destructive fishing on the high seas of the Indian Ocean

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