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Woher kommt der Fisch? Greenpeace begrüßt neues Fischlabel

Als erster Lebensmittel-Discounter bietet NORMA in Österreich und Deutschland seit dieser Woche eine lückenlose Rückverfolgbarkeit seiner Fischprodukte an. Damit reagiert der Discounter auf die Greenpeace-Kampagne für ein nachhaltigeres Fischangebot in Supermärkten. Auf dem neuen Label Transparente Fischerei finden sich der lateinische Artname sowie das Fanggebiet, die Fangmethode und der Fangtag. Ein erster Schritt, um den Kunden einen bewussteren Einkauf zu ermöglichen.

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Eine lückenlose Rückverfolgbarkeit ist der erste Schritt hin zu einem nachhaltigen Fischkonsum. Eine klare Kennzeichnung schafft hierbei die nötigen Informationsgrundlagen, sagt Greenpeace-Meeresexpertin Stefanie Werner. Die Verbraucher können bald bei jedem NORMA-Fischprodukt, egal ob tiefgefroren oder mariniert, nachvollziehen, von welchem Fangschiff es stammt.

Dadurch lässt sich nicht nur die Gefahr minimieren, mit illegal gefangenem Fisch zu handeln. Man kann auch das Fischsortiment neu zusammenstellen. Genau das muss der nächste Schritt des Discounters sein. Fischarten aus überfischten Beständen darf es nicht mehr im Sortiment geben. Ebensowenig solche, die hohe Beifangraten aufweisen oder mit zerstörerischen Fangmethoden aus den Meeren geholt wurden. Außerdem muss der Anteil von Fisch aus nachhaltigen Bezugsquellen aufgestockt werden.

Wir appellieren an andere Supermärkte, dem Beispiel NORMAs zu folgen. Nur so wird die Grundlage geschaffen, um mit bedrohten Fischbeständen in Zukunft verantwortungsvoller umzugehen, sagt Stefanie Werner.

Die gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnungspflicht reicht nicht aus: Für den Verbraucher ist bislang nicht erkennbar, aus welchem Bestand oder mit welcher Fangmethode der Fisch gefangen wurde. Zudem unterliegen Konservenprodukte und marinierter Fisch aus nicht nachvollziehbaren Gründen bislang überhaupt keiner Kennzeichnungspflicht. So weiß selbst der Handel oft nicht, welche Arten er genau im Sortiment hat oder woher der Fisch kommt.

Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO gelten rund 60 Prozent der wirtschaftlich wichtigen Fischbestände als überfischt. Die Überfischung gilt als die größte globale Gefahr für das Leben im Meer. Deshalb gehört Fisch, der illegal oder mit zerstörerischen Fangmethoden wie Grundschleppnetzen aus dem Meer befördert wurde, nicht auf den Teller!

Verbraucher sollten nicht warten, bis NORMA diese Fischprodukte ausgelistet hat. Mit dem Greenpeace-Ratgeber Fisch und Facts können Sie die verschiedenen Fangmethoden schon jetzt einordnen. Und Sie erfahren, aus welchen Fischgründen der Fisch besser nicht stammen sollte!

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