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Willkommen zurück, Regine!

Freitagabend, Flughafen Fuhlsbüttel: Am Terminal 1 sammelt sich eine kleine Gruppe von Menschen mit blauen Fähnchen: Save the Whales (Rettet die Wale). Freundinnen, Kollegen und Kolleginnen, Familienangehörige, ihr Liebster und ihre Hündin warten auf Regine Frerichs, Schlauchbootfahrerin und Aktivistin. Nach über 70 Tagen auf See und im Einsatz gegen die japanischen Walfänger kommt sie nach Hause.

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Natürlich hat der Flieger einige Minuten Verspätung und alle verrenken sich die Hälse, um Regine ja als erste zu entdecken. Das Transparent mit Welcome back Regine griffbereit in den Händen, Sektflaschen ausgepackt, damit die Korken rechtzeitig knallen.

Und dann biegt sie auch schon um die Ecke. Willkommen zu Hause, rufen alle durcheinander. Umarmungen, Küsschen und großes Hallo. Ich bin froh, wieder hier zu sein, strahlt sie in die Runde. Es war eine tolle und anstrengende Zeit, aber es ist schön, wieder nach Hause zu kommen.

Regine wird mit Fragen bestürmt und sie weiß gar nicht, wo sie anfangen soll zu antworten. Sie schwärmt von der Schönheit der Antarktis, der unglaublichen Weiße der Landschaft und erzählt lachend von der Begegnung mit den Piguinen. Die Kollegen, die sich mit den komischsten Hampelbewegungen auf dem Eis fortbewegten, ernteten die größte Anerkennung der kleinen Frackträger.

Doch dann kommt die Zeit, Regine in Ruhe ankommen zu lassen. Zu fortgeschrittener Stunde machen wir uns alle auf den Weg ins Bett. In dem Wissen, dass Regine in der nächsten Zeit viel erzählen werden muss - uns, den Medien und vielleicht euch/Ihnen, auf ihrem Diavortrag zu ihrer Reise.

Regine Frerichs war im Rahmen der größten Greenpeace-Expedition im Südpolarmeer gegen die Walfänger unterwegs. Unter dem Motto SOS Weltmeer wird die Esperanza auch in den kommenden Monaten unterwegs sein. Walfang, Überfischung, Verschmutzung und viele andere Gefahren für die Meere stehen dabei im Focus der Expedition.

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