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Ergebnisse der 60. IWC-Tagung

Wenn ich nicht mehr weiter weiss, bild ich einen Arbeitskreis!

Der Titel sagt schon alles. Die Bildung einer Arbeitsgruppe, die bis zur nächsten Verhandlung in Madeira/Portugal, einen für die Walschutz- und Walfangnationen gleichermassen annehmbaren Vorschlag erarbeiten soll, ist das zentrale Ergebnis der 60. Jahrestagung der IWC.

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Zwar gab es noch eine Abstimmung zur Vergabe einer Quote für Buckelwale, der entsprechende Antrag wurde aber abgelehnt. In den zu diesem Agendapunkt geführten Diskussionen wurden die unverrückbaren Positionen der Mitgliedsländer deutlich. Gift und Galle wurde verspritzt, Wale seien für den Rückgang der Fischbestände verantwortlich, die nichtvergebene Quote wäre ein Schlag ins Gesicht der Menschenrechte usw. usw - ein für andere internationale Völkerrechtsinstrumente vollkommen undenkbares und undiplomatisches Gebaren.

Die brasilianische Regierung verzichtete darauf, den Schutzgebietsvorschlag für den Südatlantik zur Abstimmung zu bringen. Greenpeace hätte eine Abstimmung zum Schutzgebiet begrüßt. Versteht dies aber als ein Zeichen der Walschutznationen in den Glauben in den Modernisierungsprozess der IWC, sagt Thilo Maack, Waleexperte bei Greenpeace.

Weiter: Jetzt ist die Walfängerseite dran einen vergleichbaren Schritt zu tun und zum Beispiel den Walfang im Walschutzgebiet der Antarktis einzustellen. Wir hoffen auf das südatlantische Schutzgebiet im nächsten Jahr.

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