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Wenn der Meeresgrund gepflügt wird ...

Die Besatzung des Greenpeace-Flaggschiffs Rainbow Warrior hat in der Tasmanischen See einen neuen Fall von umweltzerstörender Grundschleppnetzfischerei aufgedeckt. Sie erwischte den unter neuseeländischer Flagge fahrenden Trawler Amaltal Voyager, als dieser gerade der am Meeresgrund alles vernichtenden Fangmethode nachging. Während unsere Aktivisten an Bord das Vorkommnis genau dokumentierten, hat eine Greenpeace-Delegation bei den Vereinten Nationen in New York Gespräche über ein globales Verbot der Grundschleppnetzfischerei aufgenommen.

Dieses ohne jede Kontrolle durchgeführte Fischen mit einem Schleppnetz am Meeresboden vernichtet die reiche Lebensvielfalt in der Tiefsee, warnt die Greenpeace-Meeresexpertin Carmen Gravatt auf der Rainbow Warrior. Sie beklagt, dass die Fischer ihrem Geschäft nachgehen, ohne an die Folgen ihres Tuns zu denken. Ihre Greenpeace-Kollegin Karen Sacks ergänzt in New York: Nur eine kleine Zahl von Ländern ist für diese verheerende Umweltzerstörung verantwortlich. Während sie fette Gewinne machen, wird das Leben an einem der am wenigsten geschützten Orte auf Erden ausgelöscht. Deswegen brauchen wir sofort ein Verbot durch die UN.

Die Grundschleppnetzfischerei ist eine der zerstörerischsten Fangmethoden überhaupt. Dabei wird wortwörtlich der Meeresboden umgepflügt und eingeebnet. Im Netz landet alles, was nicht Reißaus genommen hat oder nehmen konnte, wie zum Beispiel uralte und nur langsam wachsende Korallen. Zurück bleibt gähnende Leere - ohne Leben und unfähig sich zu regenerieren. Ein einziger Wisch des Netzes führt zum Austerben ganzer Arten, die oft noch nicht einmal wissenschaftlich erfasst sind. Deswegen unterstützen mehr als tausend Wissenschaftler unsere Forderung nach einem Verbot.

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