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Walfang: Japan gibt Stimmenkauf zu

Greenpeace hat am Sonnabend eine Erklärung des neuen japanischen Botschafters in Neuseeland, Masaki Saito, scharf verurteilt. Bei seinem Amtsantritt am Donnerstag hatte Saito öffentlich zugegeben, dass Tokio Stimmen kauft, um in internationalen Gremien die eigene Walfangpolitik durchzusetzen.

Sarah Dutie, Meeresexpertin bei Greenpeace, zeigte sich überrascht darüber, wie unverfroren die Japaner ihre Politik des Stimmenkaufs vertreten. Es ist schlicht indiskutabel, dass das Schicksal der Wale auf diese Art entschieden werden sollte, sagte sie.

Japan, hatte Saito zuvor in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington erklärt, sei die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt und wünsche, ein ebenso mächtiger Spieler auf der politischen Bühne zu sein. Wir wollen aktiv mitspielen, und dafür brauchen wir Hilfe und Verständnis anderer Staaten. In diesem Sinne ist Entwicklungshilfe ein sehr guter Hebel, damit diese Länder unsere Positionen unterstützen können. Allgemein und in Fragen des Walfangs.

Seit Jahren prangert Greenpeace die japanische Praxis an, Stimmen zu sammeln, um auf der jährlichen Konferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC) Entscheidungen für den Schutz der Wale blockieren zu können. Mit dem Versprechen großzügiger wirtschaftlicher Hilfe werden kleine, weniger entwickelte IWC-Mitgliedsstaaten auf die japanische Position eingeschworen. 2001 wurde dieses Vorgehen von der IWC in einer Resolution verurteilt, ohne dass dies etwas an der japanischen Scheckbuch-Politik geändert hätte. (sit)

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