Vorschläge für Schutzgebiete in Nord- und Ostsee

Bereits 2005 präsentierte Greenpeace den Vorschlag für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten in Nord- und Ostsee. Meeresschutzgebiete sind – nach den Greenpeace-Kriterien - Zonen, in denen menschliche Nutzungen wie Fischerei, Öl- und Gasförderung oder Sand- und Kiesabbau nicht erlaubt sind. Nur durch ein weltweites, großflächiges Netzwerk von Schutzgebieten, welches 40 Prozent der Ozeane umfasst, können die Artenvielfalt der Meere und die von uns genutzen Ressourcen auf lange Sicht erhalten bleiben.
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Warum brauchen die Meere Schutzgebiete?

Durch Schutzgebiete können zum einen gezielt Arten wie der Schweinswal oder Lebensräume wie Korallenriffe geschützt und somit die biologische Vielfalt im Meer bewahrt werden. Zum anderen geben sie dem gesamten Ökosystem eine Atempause und stärken seine Widerstandskraft.

Auch die Fischerei gewinnt durch strikte Schutzgebiete: Jungfische können ungestört heranwachsen, bis sie schließlich selber laichen. Dadurch wächst die Fischpopulation im Schutzgebiet an und kann durch Abwandern der Fische in umliegende Gebiete auch dort zu einem erhöhten Fischbestand führen. Dieser so genannte spill-over-Effekt ist von zahlreichen Meeresschutzgebieten bekannt, z.B. von Gewässern aus den USA und den Philippinen.

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