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Vereinte Nationen fordern Schutz der Tiefsee

Das UN-Sekretariat hat von den Staaten der Weltgemeinschaft in einem aktuellen Report vermehrte Schutzmaßnahmen zur Rettung der Tiefsee gefordert. Der UN-Report fasst erstmals alle bisher von den Ländern individuell oder als Mitglied eines regionalen Fischereiabkommens getroffenen Maßnahmen zusammen.

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Endlich kommen sogar die Vereinten Nationen zu dem Schluss, dass viele Fischbestände der Tiefsee mangels nachhaltigen Managements so lange ausgebeutet werden bis sie schließlich überfischt sind, sagt Iris Menn, Meeresexpertin bei Greenpeace. Nun müssen sie auch den einzig konsequenten Schritt gehen und ein Sofortverbot für die Grundschleppnetz-Fischerei auf der Hohen See verabschieden. Diese Aufgabe hat die UN-Generalversammlung im Oktober diesen Jahres.

Die Grundschleppnetz-Fischerei ist eine der zerstörerischsten Fischereien überhaupt. Hochseetrawler verwüsten Tag für Tag große Flächen der Tiefsee. Innerhalb eines Jahres durchpflügen sie mit ihren Netzen ein Gebiet, das doppelt so groß ist wie die USA. Zurück bleibt nichts als toter Meeresboden. So werden in der Tiefsee Lebensräume vollständig zerstört, Lebensräume, die sich - wenn überhaupt - erst nach Jahrzehnten oder Jahrhunderten wieder langsam regenerieren können.

Deutschland hat seine Unterstützung für das Moratorium bisher leider öffentlich nicht deutlich gemacht, bedauert Menn. Es ist nun an der Zeit, dass die deutsche Regierung dem Rat der UN auch selbst folgt und das Moratorium für die Grundschleppnetz-Fischerei auf der Hohen See aktiv voran treibt.

Sollten Deutschland und die internationale Gemeinschaft es nicht schaffen, die Hohe See als Erbe aller Nationen zu schützen, kritisiert Menn, müssen sie sich ernsthafte Zweifel an ihrer Fähigkeit gefallen lassen, andere globale Ressourcen, von denen die Menschheit abhängt, zu managen.

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